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Worüber sind Sie besonders glücklich, Henk Fenners?

Henk Fenners beantwortet im Rendez-vous unsere – nicht unbedingt fachspezifischen – Fragen.

  • 2 Minuten

Name: Henk Fenners

Beruf/Position: Amtsleiter Stellvertreter und Leiter Rechtsabteilung, Kantonales Steueramt St. Gallen

Familie: Verheiratet mit Aline, Kinder: Henri (15), Leni (12) und Sten (8)

Hobbys: Sport, Gartenarbeit

Wer oder was ist Ihre Muse?

Eindeutig meine Kinder. Ich geniesse es, Zeit mit ihnen zu verbringen. Zudem empfinde ich es als reizvolle Aufgabe, sie auf ihrem Weg in dieser schönen, aber anspruchsvollen Welt zu begleiten.

Was war Ihr Berufswunsch als Kind?

Ich war als Kind ein ziemlicher «Flegel». Ich mag mich nicht erinnern, dass ich einen eigentlichen Berufswunsch hatte. In der Kantonsschule war dann aber schon bald klar, dass es mich in die Juristerei verschlägt. Lesen, Abwägen von Argumenten und Diskurs machten mir schon damals viel Spass. Das hat sich nicht verändert. Ich habe nie bereut, diesen Beruf gewählt zu haben.

Welche drei Stichworte beschreiben Ihren Alltag?

Zuhören, Überlegen, Entscheiden.

Was bringt Sie auf die Palme?

Geschwafel, (Denk-)Faulheit und Opportunismus können mich schon ziemlich nerven.

Haben Sie auch mal die Nase voll von Ihrer momentanen Tätigkeit?

Das kommt durchaus vor. Ich bin lieber mit steuertechnischen Themen und Problemstellungen befasst, als mich mit Personellem oder IT-Themen herumzuschlagen. Letzteres gehört bei meinem Job dazu, bereitet mir aber nicht immer nur Freude. Das gebe ich offen zu.

Was tun Sie in Ihrer Freizeit? Haben Sie überhaupt welche?

Natürlich habe ich Freizeit. Früher trieb ich selbst viel und gerne Sport. Heute begleite ich in der Freizeit meine Kinder, die alle drei sehr sportlich und im Handball aktiv sind, zu Spielen und Lehrgängen. Die Wochenenden sind oft damit vollgepackt. Da bleibt nicht mehr sonderlich viel Zeit übrig. Etwas Jogging und ein Mal pro Woche Tennis liegt aber drin. Zudem bin ich für den Garten verantwortlich. Diese Arbeit hat etwas Meditatives für mich.

Wen möchten Sie auf ein Feierabendbier treffen?

Roger Federer. Sportlich über Jahre hinweg so erfolgreich zu sein und im Rampenlicht zu stehen, trotzdem aber die Bodenhaftung zu behalten und skandalfrei durchs Leben zu gehen – da ziehe ich den Hut.

Gibt es etwas, das Sie extrem nervt im Steuerbereich?

Die zunehmende Verkomplizierung des Steuerrechts bei gleichzeitiger Erwartung, dass die Steuerbehörden dies mit gleichem oder sogar weniger Personalbestand umsetzen sollen. Ich stelle fest, dass die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden auf der Strecke bleibt, was meiner Meinung nach mittel- bis langfristig nicht gut kommt. Die Sicherstellung von «gesetzmässigen Veranlagungen» wird zunehmend schwieriger.

Haben Sie ein Vorbild?

Ein Vorbild im eigentlichen Sinn hatte ich nie. Ich habe mich stets an einzelnen Eigenschaften gewisser Personen orientiert. Zu meinem früheren Chef Ulrich Cavelti, einem Schnelldenker und glänzenden Juristen, habe ich aber schon aufgeschaut.

Wem würden Sie diese Fragen auch gerne stellen?

Peter Brülisauer.

Welchen Rat würden Sie Ihrem jüngeren Selbst geben?

Mehr Gelassenheit und mehr auf die eigenen Stärken vertrauen.

Was bringt Sie zum Lachen?

Humorvolle Menschen, die sich selbst nicht so wichtig nehmen und auch einmal über sich selbst lachen können.

Haben Sie schon einmal so richtig Glück gehabt? Was ist passiert?

Als mich meine Frau trotz aller Mängel zum Ehemann nahm! Mein Glück war, dass die Frist für die Mängelrüge bei den meisten Mängeln schon abgelaufen war!