Mitveranlasst durch einen entsprechenden Hinweis eines der Mitautoren dieses Beitrags hat das deutsche Bundesfinanzministerium (BMF) mit Schreiben vom 18. Juli 20181 sein Schreiben vom 5. Februar 20182 entschärft: Damit greift bei Erwerb oder Veräusserung von (aus deutscher Sicht) ausländischen börsennotierten Beteiligungen, etwa an Nestlé oder an Novartis, und einer Beteiligungsquote < 1 % keine steuerliche Mitteilungspflicht für…
Obgleich die Steuerharmonisierung mit grossen Effizienzgewinnen im Steuerrecht einhergegangen ist, sind in den letzten Jahren vermehrt disharmonisierende Tendenzen festzustellen, die das historisch Geleistete erodieren und Regulierungskosten und erhöhten Vollzugsaufwand nach sich ziehen. Olivier Margraf präsentiert eine Bestandesaufnahme nach 25 Jahren StHG.
Die Bestimmung des Steuerwohnsitzes und damit des für die unbeschränkte Besteuerung zuständigen Kantons kann sich als heikel erweisen, wenn Steuerpflichtige über mehrere Wohnsitze in verschiedenen Kantonen verfügen. Gregory von Gunten stellt eine auf der jüngsten Rechtsprechung zum interkantonalen Steuerwohnsitz basierende Fallstudie vor und untersucht mögliche Auswirkungen der Individualbesteuerung auf die Bestimmung des Steuerwohnsitzes von Ehegatten.
Die sozialversicherungsrechtliche Behandlung von Einkommen aus ausländischen Personengesellschaften bringt für in der Schweiz wohnhafte Teilhaber oftmals böse Überraschungen mit sich. Zumal die Schweiz, anders als die meisten europäischen Länder, keine Beitragsbemessungsobergrenze kennt. Miriam Kämpf und Tanja Niederer analysieren bekannte Konstellationen, beleuchten darüber hinaus Fallbeispiele ohne Erwerbstätigkeit und leiten daraus praxisorientierte Handlungsempfehlungen ab.