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Alle Fachartikel

Blickpunkt Deutschland

Aus Anlass der Fussball-Weltmeisterschaft in Russland wollen wir Ihnen ein interessantes und teils überraschendes Urteil aus der Fussball-Welt präsentieren. Dass der Blick über den «Tellerrand» eines Urteils lohnen kann, zeigt deren mögliche Ausstrahlkraft auf die Besteuerung von Kryptowährungen (Gliederungspunkt 2.).1 Privater Weiterverkauf von Fussballtickets ist kein steuer­pflichtiges Veräusse­rungsgeschäft…

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Blickpunkt Deutschland

I Neue AStG-Rechtsprechung des BFH – klar oder kontrovers?Nach § 6 des Aussensteuergesetzes (AStG) werden für alle Sachverhalte, bei denen eine natürliche Person ihre unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland durch Wegzug beendet oder das Besteuerungsrecht Deutschlands hinsichtlich der Besteuerung des Wertzuwachses an Anteilen von Kapitalgesellschaften anderweitig einschränkt wird, ein steuerlicher Veräusserungsvorgang unter Massgabe des § 17…

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Blickpunkt Deutschland

BEPS, MLI und OECD-Musterabkommen: OECD verfolgt Reformierung und Harmonisierung des internationalen AbkommensrechtesDie Finanzminister von über 60 Staaten haben am 7. Juni 2017 in Paris das multilaterale Übereinkommen zur Umsetzung von Massnahmen gegen globale Gewinnverkürzungen und -verlagerungen unterzeichnet. Das sogenannte MLI («Multilateral Instrument») und der am 11. Juli 2017 vorgelegte Entwurf zur Überarbeitung des OECD-Musterabkommens zur Vermeidung der…

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Blickpunkt Deutschland

I Finanzgericht Köln: Verluste aus «Knock-out-Zertifikaten» sind steuerlich anzuerkennen!Bereits in der Ausgabe Nr. 3/2016 (Seite 222 f.) hatten wir auf eine steuerliche Problematik im Zusammenhang mit sogenannten «Knock-out-Zertifikaten» hingewiesen. Denn bei wertlosem Verfall dieser Zertifikate durch Eintritt des Knock-out-Ereignisses erkennt die deutsche Finanzverwaltung die dadurch entstehenden Verluste der Kapitalanleger bisher steuerlich nicht an. Sie ist…

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Blickpunkt Deutschland

I Investmentsteuerreform 2018: Deutschland reformiert die Fondsbesteuerung grundlegendNach der Verabschiedung im deutschen Bundestag am 8. Juli 2016 ist das Investmentsteuerreformgesetz am 26. Juli 2016 im deutschen Bundesgesetzblatt (BGBl I 2016, S. 1730) verkündet worden. Durch das Reformgesetz wird die Besteuerung von Fonds ab dem 1. Januar 2018 vollkommen neu geregelt, da für Investmentvermögen ein sogenanntes intransparentes Besteuerungssystem eingeführt wird. Die…

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Blickpunkt Deutschland

Am 17. Dezember 2014 hatte das deutsche Bundesverfassungsgericht die privilegierte Besteuerung von Betriebsvermögen im Rahmen der Erbschaftsteuer in Deutschland als verfassungswidrig beurteilt (Az. 1 BvL 21/12) und dem deutschen Gesetzgeber deshalb aufgegeben, bis zum 30. Juni 2016 eine Neuregelung vorzunehmen. Am 20. Juni 2016 hatte sich die Grosse Koalition dazu auf einen Kompromiss geeinigt, den der Bundestag am 24. Juni 2016 auch umsetzte.

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Blickpunkt Deutschland

Die steuerliche Festsetzungsfrist (§ 169 Abgabenordnung) bestimmt, in welchem Zeitraum eine Steuerfestsetzung in Deutschland aufgehoben oder geändert werden kann, und ist damit auch für den zeitlichen Umfang einer strafbefreienden Selbstanzeige relevant. Die Frist beginnt für die Einkommensteuer (§ 170 Abs. 2 Nr. 1 AO) grundsätzlich mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem eine Steuererklärung eingereicht wurde (d. h. mit Ablauf des 31. Dezember des Jahres) und endet regelmässig nach 4…

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Blickpunkt Deutschland

Mit Urteil vom 10. November 2015 (Az.: IX R 20/14) hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass Verluste aus so genannten «Knock-Out-Produkten» bei automatischem Optionsverfall einkommensteuerlich für die Zeit vor Einführung der Abgeltungsteuer (d. h. bis 31. Dezember 2008) unbeachtlich sind. Knock-Out-Produkte verbriefen Optionsrechte, die bei Eintritt einer vordefinierten Bedingung zwangsläufig und ohne aktive Entscheidung des Kapitalanlegers verfallen.

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Blickpunkt Deutschland

Die von der deutschen Finanzverwaltung bisher ungeklärte Frage der steuerlichen Behandlung von negativen Einlagezinsen hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder mit Schreiben vom 27. Mai 2015 (IV C 1-S 2210/15/10001:002) beantwortet. Das BMF kommt dabei zu dem Ergebnis, dass negative Einlagezinsen mangels ihrer Eigenschaft als Entgelt für die Überlassung von Kapital keine Zinsen im Sinne des § 20 Abs. 1 Nr. 7…

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Blickpunkt Deutschland

Am 18. Dezember 2014 hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) verkündet, sie werde zukünftig Guthaben auf ihren Girokonten mit einem Zins in Höhe von -0.25% belasten. Fast zeitgleich hatten bereits die ersten Finanzinstitute in Deutschland aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) beschlossen, fortan negative Zinsen von ihren Kunden zu verlangen. Da die SNB am 15. Januar 2015 die Aufhebung des Mindestkurses zum Euro mit der Erhöhung der Negativzinsen auf -0.75%…

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Blickpunkt Deutschland

Am 17. Dezember 2014 erklärte das höchste deutsche Verfassungsgericht, das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, die §§ 13a, 13b und § 19 Abs. 1 ErbStG für verfassungswidrig. Die Vorschriften sind zunächst weiter anwendbar. Der Gesetzgeber hat bis 30. Juni 2016 Zeit, eine Neuregelung zu treffen.
Allerdings führte das Bundesverfassungsgericht u. a. aus, dass es im Entscheidungsspielraum des Gesetzgebers liege, kleine und mittlere Unternehmen, zur Sicherung ihres Bestands und zur…

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