Das Steuerrecht auf einen Blick

Steuerausschöpfungsindex 2018

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Die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) berechnet jährlich den Index der Steuerausschöpfung. Am Donnerstag, 23. November, wurden die Ergebnisse für das Referenzjahr 2018 publiziert.

Entwicklungen der Ausschöpfung

  • In 17 Kantonen nahm die Ausschöpfung ab, wenn auch der Rückgang in etlichen Kantonen im Vergleich zu früheren Jahren gering war. Am stärksten ging der Index in Basel-Stadt und im Wallis zurück.
  • In acht Kantonen stieg die steuerliche Belastung an – am meisten in den Kantonen Neuenburg, Waadt und St. Gallen.
  • Im Schweizer Durchschnitt schöpfen die Kantone und Gemeinden 25,2% ihres Ressourcenpotenzials durch Fiskalabgaben aus. Im Vergleich zum Vorjahr mit 25,4% nahm die Ausschöpfung leicht ab.

Interkantonaler Vergleich

An der kantonalen Verteilung hat sich insgesamt wenig verändert. Vor allem am unteren und oberen Ende der Skala blieb die Reihenfolge praktisch gleich. Nach wie vor liegen die Zentralschweizer Kantone Nidwalden, Zug und Schwyz deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt, wobei Schwyz mit 10,4% den tiefsten Wert aufweist. Am höchsten ist die steuerliche Belastung erneut in einigen Westschweizer Kantonen sowie in Bern, wobei Genf mit 34,5% Spitzenreiter ist. Auch im mittleren Bereich der Skala blieb die Rangfolge nahezu unverändert. Insgesamt acht Kantone sind um jeweils einen Platz nach oben oder nach unten gerutscht.


Steuerliche Ausschöpfung des Ressourcenpotenzials 2018 nach Kantonen in Prozent. Quelle: EFV

Was ist der Index der Steuerausschöpfung?

Der Index der Steuerausschöpfung ist ähnlich zu interpretieren wie die Fiskalquote, welche in der Schweiz auf nationaler Ebene ermittelt wird. Im Gegensatz zur Fiskalquote werden die Fiskalabgaben nicht dem Bruttoinlandprodukt (BIP), sondern dem Ressourcenpotenzial gemäss nationalem Finanzausgleich gegenübergestellt. Als Indikator für die gesamte Steuerbelastung in einem Kanton zeigt der Index, wie stark die Steuerpflichtigen insgesamt durch Fiskaleinnahmen der Kantone und Gemeinden ausgeschöpft werden.

Bei der Berechnung stützt sich die EFV auf Zahlen des Finanzausgleichs und der Finanzstatistik. So zeigt der Steuerausschöpfungsindex 2018 das Verhältnis zwischen den Steuereinnahmen von Kantonen und Gemeinden (berechnet als Mittelwert der effektiven Steuereinnahmen der Jahre 2012 bis 2014) und dem Ressourcenpotenzial für das Referenzjahr 2018 (ebenfalls als Mittelwert der Steuerbemessungsjahre 2012 bis 2014 berechnet). Das Ressourcenpotenzial wird im Zusammenhang mit den Finanzausgleichszahlen festgelegt und widerspiegelt das wirtschaftliche Potenzial der Steuerpflichtigen und damit die Wirtschaftskraft der Kantone.

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