Das Steuerrecht auf einen Blick

Quellenbesteuerung: Änderungen treten per 2021 in Kraft

Zurück zur Übersicht:
News + Artikel

  • Am 16. Dezember 2016 hat das Parlament das Bundesgesetz über die Revision der Quellenbesteuerung des Erwerbseinkommens verabschiedet (BBl 2016 8925)
  • Kernstück der Neureglung ist die Ausweitung der nachträglichen ordentlichen Veranlagung (NOV) unter Beibehaltung der vorgängigen Erhebung der Quellensteuer
  • Die Gesetzesrevision der Quellenbesteuerung des Erwerbseinkommens sowie die Totalrevision der Quellensteuerverordnung erfordern umfangreiche Umsetzungsarbeiten bei den Kantonen, den Arbeitgebern und dem von Swissdec laufend weiterentwickelten einheitlichen Lohnmeldeverfahren
  • Die Neuerungen treten daher erst per 1. Januar 2021 in Kraft, wie der Bundesrat an seiner Sitzung vom 11. April 2018 beschlossen hat

Reform bezweckt Abbau von Ungleichbehandlungen zwischen quellenbesteuerten und ordentlich besteuerten Personen

Während ansässige Quellensteuerpflichtige ab einem jährlichen Bruttoerwerbseinkommen von 120 000 Franken weiterhin einer obligatorischen nachträglichen ordentlichen Veranlagung (NOV) unterliegen, können neu auch Ansässige unterhalb des genannten Schwellenwerts eine NOV beantragen. Eine NOV beantragen können neu auch sogenannt «quasi-ansässige» Quellensteuerpflichtige. Quasi-Ansässige sind Arbeitnehmende ohne Wohnsitz in der Schweiz, die ihr Einkommen im Wesentlichen aus einer Tätigkeit beziehen, die sie in der Schweiz ausüben. Die Gleichbehandlung dieser Personenkategorie geht auf ein Urteil des Bundesgerichts (BGE 136 II 241) zurück, in dem erstmals die schweizerische Quellensteuer auf ihre Kompatibilität mit dem Personenfreizügigkeitsabkommen Schweiz-EU überprüft wurde (vgl. hierzu auch Schneider/Pulfer, 2017).

Materialien

Mehr zum Thema