Das Steuerrecht auf einen Blick

Nutzung von Geschäftsfahrzeugen: Vereinfachte Besteuerung

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Die vom Parlament am 28. Mai 2019 überwiesene Motion KVF-S, 17.3631 soll auf Verordnungsstufe umgesetzt werden und den administrativen Aufwand für Unternehmen mit Geschäftsfahrzeugen sowie deren Inhaberinnen und Inhabern verringern. Das EFD hat am 28. Juni 2019 ein Vernehmlassungsverfahren zur Änderung der entsprechenden Berufskostenverordnung eröffnet. Die Vernehmlassungsfrist dauert bis am 22. Oktober 2019.

Inhalt der Vorlage

(Erläuternder Bericht des EFD)
Die Pauschale für die Besteuerung der privaten Nutzung des Geschäftsfahrzeugs wird von 0,8 auf 0,9 Prozent des Fahrzeugkaufpreises pro Monat angehoben. Mit der Erhöhung ist neu auch die Nutzung des Geschäftsfahrzeugs für den Arbeitsweg pauschal abgegolten. Eine Ermittlung der tatsächlichen Arbeitswegkosten entfällt. Die Anwendung der Pauschale hat zudem zur Folge, dass der Fahrkostenabzug von 3000 Franken bei der direkten Bundessteuer ausgeschlossen ist, weil dieser in der neuen Pauschale mitenthalten ist. Inhaberinnen und Inhaber von Geschäftsfahrzeu-gen können jedoch auch die tatsächlichen Kosten der privaten Nutzung abrechnen und dazu den Fahrkostenabzug geltend machen. Die Pauschale für die Besteuerung der privaten Nutzung des Geschäftsfahrzeugs wird neu in der Berufskostenverordnung fixiert. Bisher war die Pauschale nur in der Wegleitung zum Ausfüllen des Lohnausweises konkretisiert. Mit der neuen Regelung auf Verordnungsstufe wird gleichzeitig die Mitteilung der Eidgenössischen Steuer-verwaltung vom 15. Juli 2016 zur Deklaration des Anteils Aussendienst bei Mitar-beitenden mit Geschäftsfahrzeugen gegenstandslos.