Das Steuerrecht auf einen Blick

Ein Steuerquiz - Skurriles und Spannendes aus der Welt der Steuern

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Diese Fragen haben wir heute für Sie!

1: Welche geplante Steuer eines afrikanischen Landes ging im Mai 2018 durch die Presse?

  • a) Uganda will die Nutzung sozialer Medien besteuern.
  • b) Nigeria will Reisen ins Ausland mit einer Sondersteuer belegen.
  • c) Südafrika will eine Sondersteuer für Luxusgüter einführen.

2: Aus welchem Grund stehen in Grossbritannien zahlreiche Gebäude, deren Fenster zugemauert sind?

  • a) Um 1960 wurden Sondersteuern auf Heizkosten erhoben. Die zugemauerten Fenster erhöhten die Isolierung, sparten Heizkosten und reduzierten folglich die Sondersteuer.
  • b) Vor über 300 Jahren gab es eine Fenstersteuer. Je mehr Fenster eine Immobilie besass, desto mehr Steuern musste der Besitzer zahlen.

3: Welches Zitat stammt von Bejamin Franklin (1706-1790)?

  • a) «Das Finanzamt hat mehr Männer zu Lügnern gemacht als die Ehe.»
  • b) «In dieser Welt gibt es nichts Sichereres als den Tod und die Steuern.»
  • c) «In Gottes Auftrag handeln jene, die Steuern einzuziehen haben.»

4: Wie werden Blutanalysen für einen Sportverband mehrwertsteuerlich behandelt?

  • a) Kommt darauf an, ob der behandelnde Arzt die Analyse in Auftrag gegeben hat.
  • b) Die Analysen sind mit 7.7 % Mehrwertsteuer zu besteuern.
  • c) Die Analysen sind von der Mehrwertsteuer befreit.

5: In welchem Jahrtausend findet man die ersten Belege über staatliche Abgaben, den heutigen Steuern?

  • a) Im 3. Jahrtausend v.Ch.
  • b) Im 1. Jahrtausend n.Ch.

6: In Ägypten verwalteten Schreiber neben den Einnahmen aus der Erntesteuer auch den variablen "Nilzoll". Wonach orientierte sich diese Abgabe?

  • a) Diese Abgabe orientierte sich an der Nachfrage an Fluss-Überfahrten.
  • b) Diese Abgabe orientierte sich an der Distanz des Erntefeldes zum Gewässer.
  • c) Diese Abgabe orientierte sich am Wasserstand des Flusses.

7: Was ist die sogenannte "Prinzessinnensteuer"?

  • a) Eine Erfindung, gab es nie.
  • b) Eine Sondersteuer im Spätmittelalter und im 19. Jahrhundert, die die Mitgift für die Töchter regierender Fürste finanzierte.
  • c) Eine Sondersteuer für die Töchter regierender Fürste im frühen Mittelalter, die die Nutzniesserinnen jedoch - so die Sitte - für gute Zwecke und zum Wohle des gemeinen Volkes auszugeben hatten.




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Lösen wir auf!

Frage 1

a) Uganda wollte die Nutzung sozialer Medien besteuern. Mehr dazu auf www.bbc.com.

Frage 2

b) Vor über 300 Jahren gab es in Grossbritannien eine Fenstersteuer. Je mehr Fenster eine Immobilie besass, desto mehr Steuern musste der Besitzer zahlen. Zahlreiche historische Gebäude haben deshalb noch heute zugemauerte Fenster. Mehr dazu auf www.blaublatt.ch.

Frage 3

b) Vom US-Staatsmann, Ökonom und Naturforscher Bejamin Franklin stammt folgendes Zitat: «In dieser Welt gibt es nichts Sichereres als den Tod und die Steuern.»

Die Aussage «Das Finanzamt hat mehr Männer zu Lügnern gemacht als die Ehe» machte Robert Lembke (1913 – 1989), deutscher Journalist und Fernsehmoderator. Das letzte Zitat «In Gottes Auftrag handeln jene, die Steuern einzuziehen haben.» entspricht einem Bibelauszug.

Frage 4

a) Blutanalysen für einen Sportverband hat das Labor mit 7.7 % Mehrwertsteuer zu versteuern. Hat aber ein behandelnder Arzt den Analyseauftrag erteilt, ist die Laborleistung von der Mehrwertsteuer ausgenommen.
Diese und weitere Beispiele aus dem Mehrwertsteuer-Dschungel finden sich auf www.vatsupport.ch.

Frage 5

Die ersten Belege über staatliche Abgaben findet man im 3. Jahrtausend vor Christi (also zwischen 3000 v. Chr. bis 2000 v. Chr.). Und zwar in Ägypten. Aber auch in den städtischen Hochkulturen in Mesopotamien gab es zur selben Zeit eine Vielzahl an Abgaben, so zum Beispiel auf die private Viehhaltung und auf Fischfang. Mehr dazu auf www.br.de/radio.

Frage 6

Die Abgabe "Nilzoll" variierte in ihrer Höhe und orientierte sich am Wasserstand des Flusses. Denn je höher der Wasserstand, desto großflächiger fielen die alljährlichen Überschwemmungen aus, die fruchtbaren Schlamm auf die Felder führten. Und je fruchtbarer die Felder, desto größer die Ernte. Damit richtete sich die Höhe der Abgabe nach dem Erntereichtum eines Jahres. Mehr dazu auf www.br.de/radio.

Frage 7

Die Prinzessinnensteuer war eine ausserordentliche Steuer, die in den meisten weltlichen Territorien des Heiligen Römischen Reiches und im 19. Jahrhundert in vielen deutschen Staaten erhoben wurde, um die Aussteuer (Mitgift) der Töchter regierender Fürsten zu finanzieren. Mehr dazu auf wikipedia.org.



Michèle Rath

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