Das Steuerrecht auf einen Blick

Die digitalisierte Wirtschaft besteuern, aber nicht behindern

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Das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Besteuerung der digitalisierten Wirtschaft befasst. Die Regeln der Besteuerung seien grundlegend zu prüfen. Multilaterale Ansätze seien zu bevorzugen und Gewinne in demjenigen Staat zu besteuern, in dem die Wertschöpfung erbracht wird. Dabei gäbe es sowohl Doppel- als auch Übersteuerung zu vermeiden. Negativ äussert sich das SIF zu einer allfälligen Abgabe auf digitalen Transaktionen.

Kurzfristige Massnahmen eines Landes seien zudem als Zwischenlösung (bis zur internationalen Einigung) anzusehen und entsprechend zeitlich zu limitieren, für ausländische und inländische Unternehmen gleichermassen anzuwenden und möglichst eng zu fassen.

Langfristige Massnahmen sollen im Rahmen der bestehenden internationalen Steuerregeln und der bestehenden OECD-Task Force zur Digitalen Wirtschaft gefunden werden. Grundsätzlich sind bindende Standards Empfehlungen oder Auslegeordnungen vorzuziehen, so das SIF.

SIF-Positionspapier (PDF, Position des SIF vom 8. März 2018 zur Besteuerung der digitalisierten Wirtschaft)