Das Steuerrecht auf einen Blick

Anpassung der Mehrwertsteuersätze ab 1. Januar 2018

Zurück zur Übersicht:
News + Artikel

Nachfolgende Ausführungen der Eidg. Steuerverwaltung (ESTV) fassen die wichtigsten Eckpunkte der bevorstehenden Steuersatzänderung bei der Mehrwertsteuer zusammen.

Hintergrund und Steuersatzänderung

Da die Zusatzfinanzierung am 24. September 2017 abgelehnt wurde, sinken die Mehrwertsteuersätze per 1. Januar 2018. Der Normalsatz von 8% sinkt auf 7,7% und der Sondersatz für Beherbergungsleistungen von 3,8% auf 3,7%, während der ermässigte Steuersatz unverändert bleibt. Die Steuersatzsenkung zieht auch eine Reduktion der Saldosteuersätze sowie der Pauschalsteuersätze nach sich. Nebst der Senkung der Saldosteuersätze werden einige Wirtschaftszweige neue MWST-Sätze erhalten.

Zeitraum der Leistungserbringung massgebend

Massgebend für den Steuersatz, der bei der Rechnungsstellung zur Anwendung gelangt, ist weder das Datum der Rechnungsstellung noch dasjenige der Zahlung, sondern der Zeitraum der Leistungserbringung. Das bedeutet, dass für die bis zum 31. Dezember 2017 erbrachten Leistungen die bisherigen Steuersätze gelten, während die ab dem 1. Januar 2018 erbrachten Leistungen den neuen Steuersätzen unterliegen. Es ist deshalb unbedingt darauf zu achten, auf Rechnungen für Leistungen ab dem 1. Januar 2018 die Mehrwertsteuer mit den neuen Steuersätzen auszuweisen. Werden die bisherigen Steuersätze ausgewiesen, müssen die Leistungen zu diesen Steuersätzen abgerechnet werden, auch wenn sie nach dem 31. Dezember 2017 erbracht wurden. Es ist jedoch auch später noch möglich, den Steuerbetrag zu berichtigen, wenn die Rechnung korrigiert wurde. Bei Abonnementen für Beförderungsleistungen oder Service- und Wartungsverträgen von Geräten und Anlagen, die über den 1. Januar 2018 hinaus gültig sind, ist grundsätzlich eine Aufteilung pro rata temporis auf den bisherigen und den neuen Steuersatz vorzunehmen.

Rechnungen für Vorauszahlungen, die 2017 ausgestellt wurden, oder Vorauszahlungen im 2017 für Leistungen, die erst nach dem 31.12.2017 erbracht werden, können bereits in der letzten periodischen Abrechnung 2017 zum neuen Satz angegeben werden.

Alle Steuerpflichtigen haben zusammen mit der letzten Abrechnung für das Jahr 2017 Informationen und Erklärungen zur Änderung der Steuersätze sowie zum Inhalt der Teilrevision des MWSTG erhalten, die ihre individuell gewählte Abrechnungsmethode betreffen. Die ESTV fordert zudem die Unternehmen auf, ihre Internetseite (www.estv.admin.ch) zu besuchen, wo sie detaillierte Informationen zu den genannten Änderungen finden. Speziell zu dieser Frage hat die ESTV ausserdem die MWST-Info 19 „Steuersatzsenkung per 1. Januar 2018“ herausgegeben, und schliesslich kann man sich jederzeit an sie wenden, um weitere Auskünfte zu erhalten.

(ESTV)

Mehr zum Thema