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Alle Fachartikel

Ermessensveranlagung; Veranlagungsmethode; Anforderungen an Unrichtigkeitsbeweis (DBG; StHG; SO)

10 Verfahrensrecht Ermessensveranlagung; Veran­lagungsmethode; Anforderungen an Unrichtigkeitsbeweis (DBG; StHG; SO) Art. 130 Abs. 2 Satz 1 DBG schreibt für die Vornahme der Ermessensveranlagung keine bestimmte Methodik vor. Die gemischte Methode, die einerseits auf einer Vermögensrechnung und anderseits auf dem mutmasslichen Privataufwand beruht, bildet direktsteuerlich eine verlässliche und weit verbreitete Methode. Es ist – anders als im Fall der ordentlichen…

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Emissionsabgabe: Voraussetzungen für Qualifikation als Quasifusion

8 Stempelabgaben Emissionsabgabe: Voraussetzungen für Qualifikation als Quasifusion Soll eine Quasifusion trotz Selbstständigkeit der betroffenen Gesellschaften einen wirtschaft­lichen Zusammenschluss derselben bewirken, ist erforderlich, dass Beteiligungsrechte ausgetauscht werden. Die Kapitalerhöhung und Ausgabe neuer Beteiligungsrechte ist nicht bloss ein formales Kriterium, sondern die Voraussetzung dafür, dass auf der Beteiligungsebene eine wirtschaftliche Verflechtung der…

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Anrechnung von operativen Verlusten an Grundstückgewinne; abstrakte Normenkontrolle (StHG; ZH)

5 Grundstückgewinn- und Handänderungssteuern Anrechnung von operativen Verlusten an Grundstückgewinne; abstrakte Normenkontrolle (StHG; ZH) Für die Gewinnermittlung und die Steuerberechnung ist bei der Grundstückgewinnsteuer der erzielte Mehrwert, also die Differenz zwischen Erlös und Anlagekosten, massgeblich. Damit ist systemimmanent, dass der Kapitalgewinn aus der Veräusserung von Grundstücken nach anderen Massstäben und Kriterien erhoben und besteuert wird als die übrigen,…

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Kinderabzug in dem Jahr, in dem das Kind volljährig wird

3 Natürliche Personen 3.6 Abzüge/Gewinnungskosten Kinderabzug in dem Jahr, in dem das Kind volljährig wird (DBG; ZG) Die spezielle abzugsrechtliche Situation getrennt besteuerter Eltern im Jahr der Volljährigkeit des Kindes ist vom Gesetzgeber nicht bedacht worden und hat entsprechend keine Regelung erfahren. Steuersystematisch betrachtet kommt bis zum Volljährigwerden des Kindes der unterhaltsberechtigte Elternteil für den Unterhalt des Kindes auf, nach dem Volljährigwerden…

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Déductions/frais d’acquisition du revenu

3 Personnes physiques 3.6 Déductions / frais d’acquisition du revenu Rachat dans une caisse de pension et versement capital retraite d’institution de libre passage ; déductibilité jusqu’à concurrence d’amélioration de prévoyance (LIFD ; LHID ; LPP ; VD) D’après la jurisprudence relative à l’art. 79b LPP, tout versement d’une prestation en capital effectué dans les trois ans suivant un rachat doit, en principe, être considéré comme abusif et, partant,…

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Etablissement stable à l’étranger d’une partnership (LIFD ; GE)

2 Assujettissement 2.3 International Etablissement stable à l’étranger d’une partnership (LIFD ; GE) La reconnaissance d’un établissement stable implique une installation fixe. Cela signifie tout d’abord une installation physique, établie en un lieu précis. Il importe peu que l’entreprise soit propriétaire ou locataire de l’installation, mais il faut qu’elle ait à tout le moins un certain droit de disposition sur celleci. L’installation doit ensuite, pour…

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Lebensmittelpunkt Ehepaar (DBG; StHG; ZH)

2 Steuerpflicht 2.3 INTERNATIONAL Lebensmittelpunkt Ehepaar (DBG; StHG; ZH) Ausgangspunkt des persönlichen Mittelpunkts des Lebensinteresses des beschwerdeführenden Ehemanns ist die Ehe der beiden Beschwerdeführer. Vom Wohnsitz der Ehefrau ausgehend müssen erhebliche persönliche Kontakte durch die Beschwerdeführer vorgebracht werden, in deren Lichte die Beziehung des beschwerdeführenden Ehemanns zum Wohnsitz seiner Ehefrau in den Hintergrund rücken würde. Vorliegend ergibt…

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Blickpunkt Bundeshaus

Frühjahrssession 2019 der eidgenössischen Räte Die Kinderabzüge wie auch die Abzüge für Krankenkassenprämien sollen erhöht werden. Das Parlament genehmigt das multi­laterale «BEPS»-Übereinkommen. Die Amtshilfepraxis bei gestohlenen Daten soll nicht gelockert werden. Multilaterales «BEPS»-Übereinkommen Wie der Ständerat unterstützt auch der Nationalrat das multilaterale Übereinkommen zur Umsetzung steuerabkommensbezogener Massnahmen zur Verhinderung der Gewinnverkürzung und…

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EuGH kippt deutsche Wegzugsbesteuerung im Verhältnis zur Schweiz

EuGH kippt deutsche Wegzugsbesteuerung im Verhältnis zur Schweiz 1 Einleitung Der Europäische Gerichtshof hat mit Urteil vom 26. Februar 2019 entschieden, dass die deutsche Wegzugsbesteuerung in der bisherigen Form nicht mit dem Freizügigkeitsabkommen vereinbar ist. Über den aktuellen Fall hinaus erhält dieses Abkommen damit eine deutliche Aufwertung für steuerliche Belange. Voraussetzung ist allerdings die Erwerbstätigkeit in der Schweiz. 2 Die Wegzugsbesteuerung im deutschen…

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Weiss – Grau – Schwarz

Liebe Leserinnen und Leser Die Finanzminister der EU haben an einem Treffen in Brüssel wie erwartet entschieden, dass die Schweiz nicht auf die schwarze Liste der Steuerparadiese gesetzt wird. Vielmehr verbleibt die Schweiz auf der grauen Liste und damit unter Beobachtung. Brüssel erwartet, dass die Schweiz bis Ende 2019 die verpönten Steuerregime abschafft. Die EU hat im vergangenen Jahr mehrere Kriterien ent­wickelt, nach denen ein Land als kooperativ gilt und auf keine Liste gesetzt…

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Meldungen deutscher Anleger bei Kapitalanlagen in der Schweiz

Mitveranlasst durch einen entsprechenden Hinweis eines der Mitautoren dieses Beitrags hat das deutsche Bundesfinanzministerium (BMF) mit Schreiben vom 18. Juli 20181 sein Schreiben vom 5. Februar 20182 entschärft: Damit greift bei Erwerb oder Veräusserung von (aus deutscher Sicht) ausländischen börsennotierten Beteiligungen, etwa an Nestlé oder an Novartis, und einer Beteiligungs­quote < 1 % keine steuerliche Mitteilungspflicht für Aktienerwerbe > EUR 150 000.- durch…

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Das Bundesgesetz über die Geldspiele aus Sicht des Steuerrechts

I Ausgangslage a) Umsetzung von Artikel 106 BV Mit dem Bundesgesetz vom 29. September 2017 über die Geldspiele (nachfolgend: Geldspielgesetz) wird einerseits der revidierte Artikel 106 BV umgesetzt, der als direkter Gegenentwurf zur Volksinitiative «Für Geldspiele im Dienste des Gemeinwohls» am 11. März 2012 von Volk und Ständen angenommen wurde. Andererseits ersetzt das Geldspielgesetz das Bundesgesetz vom 18. Dezember 1998 über Glücksspiele und Spielbanken sowie das veraltete…

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