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Alle Fachartikel

Blickpunkt International

1 Neuerungen im Schweizer Abkommensnetz Bundesrat verabschiedet Botschaft zu einem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit Pakistan Die Schweiz und Pakistan haben am 21. März 2017 in Islamabad ein neues DBA (DBA-PK) unterzeichnet. Die Schweiz und Pakistan haben sich auf eine neue Definition von Lizenzgebühren geeinigt. Vergütungen für Dienstleistungen im Zusammenhang mit Lizenzgebühren gelten unter dem neuen DBA nicht mehr als Lizenzgebühren. Solche Zahlungen fallen entweder unter Artikel 7…

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Blickpunkt BEPS

1 Aktionspunkt 5: Peer Review Prozess & Statusbericht Am 16. Oktober 2017 hat die OECD den «Harmful Tax Practices – 2017 Progress Report» hinsichtlich schädlicher Steuerpraktiken (Statusbericht) veröffentlicht. Der Statusbericht gibt Aufschluss über den Stand der angesprochenen Staaten betreffend der Umsetzung von BEPS-­Aktionspunkt 5, welcher insbesondere die wirksame Bekämpfung von schädlichen Steuerpraktiken unter Berücksichtigung von Transparenz und Substanz adressiert1. Der…

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Schulden und Schuldzinsenverlegung; ausländischer Ausscheidungsverlust (DBG; StHG; GR)

Grundstückerträge und Gewinnungskostenüberschüsse sind objektmässig demselben Steuerdomizil zuzuweisen. Dagegen werden Schulden und Schuldzinsen proportional – nach Lage aller (Brutto-)Aktiven des Privat- und Geschäftsvermögens – verlegt. Einen etwaigen Auslandsverlust, gehe dieser auf einen grundstückbezogenen Schuldzinsenüberschuss oder einen auf einem Grundstück entstehenden Gewinnungskostenüberschuss zurück, hat die Schweiz bei Ermittlung des steuerbaren Einkommens kraft…

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Verfahrensrechtliche Fragen (Zustellfiktion); Interkantonale Zuständigkeit (NW; BL; BS)

Vorliegend ist das Verwaltungsgericht auf die im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Beschwerde nicht eingetreten. In einer Eventualbegründung hat die Vorinstanz aber erwogen, selbst wenn auf das Rechtsmittel einzutreten wäre, wäre es in materieller Hinsicht abzuweisen. In einer solchen Konstellation beurteilt das Bundesgericht auch die materielle Rechtslage und sieht aus prozessökonomischen Gründen davon ab, den angefochtenen Entscheid aufzuheben, wenn zwar zu Unrecht auf die…

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Donation vs promesse de donner ; révocation ; créance douteuse (CO ; LHID ; GE)

Le contrat de donation peut revêtir deux formes : la donation manuelle (art. 242 CO) où la naissance de l’obligation de donner et son exécution ont lieu au même moment et la promesse de donner (art. 243 CO) où la conclusion du contrat et son exécution ne sont pas simultanées et qui n’est valable que si elle est faite par écrit. La promesse de donner fait naître, dans le laps de temps entre la conclusion du contrat et son exécution, une dette et une créance correspondante dans…

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Ermessensveranlagung (DBG; StHG; SO)

Sowohl der kantonale als auch der Bundesgesetzgeber sehen für Rechtsmittel gegen eine Ermessensveranlagung eine qualifizierte Begründungspflicht vor. Die Erfordernisse der Begründung und der Nennung der Beweismittel stellen bei Einsprachen gegen eine Ermessenseinschätzung Prozessvoraussetzungen dar. Der Nachweis ist dann umfassend, wenn er den gesamten von der Ermessensveranlagung betroffenen Teil des Entscheids umfasst; blosse Teilnachweise genügen grundsätzlich nicht. Denkbar ist…

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Ermessensveranlagung; fristgerechter Nachweis der offensichtlichen Unrichtigkeit (DBG; StHG; SH)

Da es sich bei der Einsprachefrist um eine gesetzliche oder peremptorische Frist und damit eine Verwirkungsfrist handelt, geht das materielle oder prozessuale Recht insgesamt unter, falls nicht sämtliche Sachurteilsvoraussetzungen innerhalb der 30 Tage erfüllt werden. Beim umfassend zu erbringenden Nachweis darüber, dass die Veranlagung «offensichtlich unrichtig» ausgefallen sei, handelt es sich um eine Sachurteilsvoraussetzung. Die blosse Beweisofferte ist nicht ausreichend, um die Frist…

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Remise d’impôt ; recevabilité d’un recours en matière de droit public ; (LTF ; LIFD ; Ordonnance sur les demandes en remise d’impôt ; VD)

Le législateur n’entendait pas faire dépendre la recevabilité du recours en matière de droit public dans le domaine de la remise d’impôt des seuls montants en jeu et ceux-ci ne devraient en principe pas être considérés, en tant que critère à part entière, comme fondant un cas particulièrement important au sens de l’art. 83 let. m LTF. Cependant, compte tenu du fort impact que l’arrêt cantonal confirmant le refus d’accorder une remise (partielle) d’ICC à la recourante…

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99%-Initiative

Liebe Leserinnen und Leser Die Juso wollen mit der Initiative «Löhne entlasten, Kapital gerecht besteuern» oder kurz «99%-Initiative» Kapitaleinkommen ab einem Freibetrag 1,5-mal so hoch besteuern wie Arbeitseinkommen. Ein im Gesetz festzulegender Freibetrag soll verhindern, dass Kleinsparer entlastet werden. Die Juso selbst nennen als Schwelle einen Betrag von CHF 100 000.–. Die Juso wollen die zusätzlichen Steuereinnahmen auch gleich wieder verteilen. Laut dem vorgeschlagenen…

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1e-Pläne in der 2. Säule – Wahl der Anlagestrategie – Bundesrat regelt Rahmenbedingungen

Der Bundesrat hat die Ergänzungen der BVV 21 veröffentlicht, welche die Rahmenbedingungen im Bereich der sogenannten «1e-Pläne» konkretisieren. In diesem Rahmen hat er auch Bestimmungen zu einkommenssteuerrechtlich relevanten Parametern in die Verordnung aufgenommen. 1 Einleitung Im Rahmen der 1. BVG2 Revision wurde ein BVG-Zweckartikel geschaffen, welcher seit dem 1. Januar 2006 in Kraft ist. Derselbe gibt dem Bundesrat die Kompetenz, die Grundsätze der Angemessenheit, der…

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Auswirkungen des automatischen Informationsaustausches (AIA) auf Selbstanzeigen

Kritische Stellungnahme zur Haltung der ESTV Am 15. September 2017 hat die ESTV ihre Haltung in Bezug auf die Auswirkungen des AIA auf (straflose) Selbstanzeigen publiziert1. Gemäss Ansicht der ESTV soll die Steuerverwaltung spätestens ab dem 30. September 2018 von den dem AIA unterliegenden Steuerfaktoren Kenntnis haben, so dass spätestens ab diesem Zeitpunkt für diese Steuerfaktoren keine straflose Selbstanzeige mehr möglich sein soll. Diese absolute Datums-Guillotine ist gleich aus zwei…

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Liechtenstein:Elysium für Krypto und Blockchain basierte Unternehmen?

Eine steuerrechtliche Analyse In den letzten Monaten hat sich das Fürstentum Liechtenstein zu einem Hotspot für Krypto und Blockchain basierte Unternehmen entwickelt. Massgeblich hierfür sind einerseits die regulatorischen Rahmenbedingungen sowie das attraktive Steuersystem in Liechtenstein. I Fragestellungen Der folgende Beitrag konzentriert sich ausschliesslich auf die steuerlichen Rahmenbedingungen im Fürstentum Liechtenstein. Die Beratungspraxis zeigt zudem, dass sich die Gründer von…

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