{"id":3091,"date":"2020-04-01T12:15:18","date_gmt":"2020-04-01T10:15:18","guid":{"rendered":"https:\/\/steuerportal.ch\/?post_type=sht_proarticle&#038;p=3091"},"modified":"2020-04-02T02:11:17","modified_gmt":"2020-04-02T00:11:17","slug":"flexible-gewinnsteuersaetze","status":"publish","type":"sht_proarticle","link":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/","title":{"rendered":"Flexible Gewinnsteuers\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tiefe Steuerbelastungen sind ein Dorn im Auge nicht nur der OECD, sondern zahlreicher ausl&auml;ndischer Staaten. Entsprechend nehmen im Ausland Massnahmen zu, mit denen auf tiefe Besteuerungen in internationalen Konzernen reagiert wird. Ein Beispiel daf&uuml;r stellt die Hinzurechnungsbesteuerung (CFC-Regelung) dar. Der vorliegende Beitrag untersucht, ob und inwieweit flexible Gewinnsteuers&auml;tze ein Mittel darstellen k&ouml;nnen, ausl&auml;ndische Steueranspr&uuml;che abzuwehren.<\/strong><sup><a data-fnq id=\"fnq1\" href=\"#fn1\">1<\/a><\/sup><\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">1 Einleitung<\/h2><p>Wie hoch Unternehmen, die Teil eines ausl&auml;ndischen Konzerns bilden, in der Schweiz besteuert werden, kann steuerliche Reflexwirkungen im Ausland zeitigen. So sehen ausl&auml;ndische Staaten vermehrt Mechanismen vor, die dazu f&uuml;hren, dass <em>niedrig besteuerte<\/em> <em>Eink&uuml;nfte<\/em> (zus&auml;tzlich) der einheimischen Besteuerung unterworfen werden. Ein solches Instrument stellt die Hinzurechnungsbesteuerung (auch CFC<sup><a data-fnq id=\"fnq2\" href=\"#fn2\">2<\/a><\/sup>-Regelung) dar. Diese bewirkt, dass tief besteuerte Eink&uuml;nfte von ausl&auml;ndischen Tochtergesellschaften oder auch Betriebsst&auml;tten unmittelbar der beherrschenden Muttergesellschaft zugerechnet und dort steuerlich erfasst werden, ohne dass eine Aussch&uuml;ttung von N&ouml;ten w&auml;re.<sup><a data-fnq id=\"fnq3\" href=\"#fn3\">3<\/a><\/sup> Weiter machen zunehmend Abzugsverbote Schule, die den steuerlichen Abzug von Zahlungen ins Ausland unterbinden, wenn diese dort keiner ausreichenden Besteuerung unterliegen.&nbsp;<\/p><p>Dass international die Tendenz in Richtung einer Mindestbesteuerung von Unternehmensgewinnen geht, hat unl&auml;ngst auch die OECD klargemacht. Im Rahmen des 2019 lancierten <em>Global Anti-Base Erosion Proposal (&laquo;GloBE&raquo;-<\/em>Projekt<em>)<\/em>&nbsp;<em>&ndash; Pillar II<\/em> werden spezifische Massnahmen mit genau dieser Stossrichtung vorgeschlagen.<sup><a data-fnq id=\"fnq4\" href=\"#fn4\">4<\/a><\/sup><\/p><p>Nachfolgend ist der Frage nachzugehen, ob und wie sich der Zugriff der ausl&auml;ndischen Fisci auf inl&auml;ndisches Steuersubstrat abwehren l&auml;sst. Da das Spektrum der ausl&auml;ndischen Massnahmen weit ausf&auml;llt und ebenso die H&ouml;he der erforderlichen Mindestbesteuerung variiert, w&uuml;rde eine generelle Steuererh&ouml;hung f&uuml;r ausl&auml;ndisch beherrschte Gesellschaften bzw. Betriebsst&auml;tten &uuml;ber das Ziel hinausschiessen. Es empfiehlt sich daher, &uuml;ber punktuelle Anpassungen nachzudenken, namentlich &uuml;ber <em>flexible kantonale Gewinnsteuers&auml;tze<\/em>. Veranschaulicht werden soll dies anhand der Hinzurechnungsbesteuerung, bei der es sich im Ausland bereits um ein weitverbreitetes und etabliertes Instrument handelt.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">2 Hinzurechnungsbesteuerung<\/h2><h3 class=\"wp-block-heading\">2.1 Vorkommen<\/h3><p>Die Hinzurechnungsbesteuerung wird im Aktionspunkt&nbsp;3 des BEPS-Projekts zwar empfohlen,<sup><a data-fnq id=\"fnq5\" href=\"#fn5\">5<\/a><\/sup> geh&ouml;rt aber nicht zum Mindeststandard des BEPS-Projekts. Nichtsdestotrotz kennen bereits zahlreiche Staaten ein solches Regime, wozu inzwischen auch s&auml;mtliche EU-Staaten z&auml;hlen. Dies r&uuml;hrt daher, dass die EU die Hinzurechnungsbesteuerung im Rahmen ihres Anti-Missbrauchs-Pakets<sup><a data-fnq id=\"fnq6\" href=\"#fn6\">6<\/a><\/sup> aufgegriffen hat. Die zu diesem Paket geh&ouml;rende, im Sommer 2016 erlassene sog.&nbsp;<em>Anti-Tax-Avoidance-Richtlinie<\/em> (nachfolgend ATAD)<sup><a data-fnq id=\"fnq7\" href=\"#fn7\">7<\/a><\/sup> verpflichtet s&auml;mtliche EU-Mitgliedstaaten dazu, sp&auml;testens ab dem 1.&nbsp;Januar 2019 eine CFC-Regelung vorzusehen.<sup><a data-fnq id=\"fnq8\" href=\"#fn8\">8<\/a><\/sup><\/p><h3 class=\"wp-block-heading\">2.2 Funktionsweise<\/h3><p>Die Funktionsweise der Hinzurechnungsbesteuerung soll nachfolgend anhand der ATAD-Vorlage dargestellt werden.<sup><a data-fnq id=\"fnq9\" href=\"#fn9\">9<\/a><\/sup> Zu beachten ist, dass diese lediglich einen&nbsp;<em>Mindeststandard<\/em> vorgibt&nbsp;&ndash; die EU-Staaten k&ouml;nnen weitergehende CFC-Regelungen treffen unter dem Vorbehalt prim&auml;rrechtlicher Schranken.<\/p><p>Gem&auml;ss ATAD h&auml;ngt die Hinzurechnung von zwei Voraussetzungen ab:<\/p><ul class=\"wp-block-list\"><li><em>Beherrschung<\/em>: Von einer Beherrschung ist auszugehen, wenn der Steuerpflichtige direkt oder indirekt mehr als 50% an den Stimmrechten, dem Kapital oder am Gewinn der ausl&auml;ndischen Unternehmen beteiligt ist resp. partizipiert.<sup><a data-fnq id=\"fnq10\" href=\"#fn10\">10<\/a><\/sup><\/li><li><em>Niedrigbesteuerung<\/em>: Eine solche liegt vor, wenn die tats&auml;chliche K&ouml;rperschaftssteuerlast der beherrschten Unternehmung weniger als 50% der nach dem Steuerrecht des Ans&auml;ssigkeitsstaates des Steuerpflichtigen (hypothetisch) ermittelten Steuerlast betr&auml;gt.<sup><a data-fnq id=\"fnq11\" href=\"#fn11\">11<\/a><\/sup><\/li><\/ul><p>Sind diese Voraussetzungen erf&uuml;llt, erfolgt eine <em>Hinzurechnung<\/em> zur Muttergesellschaft entweder kategorisch, d.&#8239;h. beschr&auml;nkt auf passive Eink&uuml;nfte<sup><a data-fnq id=\"fnq12\" href=\"#fn12\">12<\/a><\/sup>, oder transaktionsbezogen, d.&#8239;h. die Eink&uuml;nfte aus der &laquo;unangemessenen Gestaltung&raquo; umfassend (womit auch aktive Eink&uuml;nfte erfasst sein k&ouml;nnen). Zwecks Vermeidung der (wirtschaftlichen) Doppelbesteuerung<sup><a data-fnq id=\"fnq13\" href=\"#fn13\">13<\/a><\/sup> bzw. der doppelten Erfassung desselben Substrats bei der Muttergesellschaft einerseits und bei der Tochter andererseits ist die ausl&auml;ndische Steuerschuld &laquo;nach den nationalen Rechtsvorschriften&raquo; abziehbar.<sup><a data-fnq id=\"fnq14\" href=\"#fn14\">14<\/a><\/sup><\/p><figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"453\" src=\"https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_1-1024x453.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3093\" srcset=\"https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_1-1024x453.png 1024w, https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_1-700x310.png 700w, https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_1-768x340.png 768w, https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_1-1280x567.png 1280w, https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_1-628x278.png 628w, https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_1-296x131.png 296w, https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_1.png 1448w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><p>Der <em>Anwendungsbereich<\/em> f&uuml;r die Hinzurechnungsbesteuerung wird von den Staaten sehr unterschiedlich festgelegt. Zur&uuml;ckhaltend f&auml;llt die CFC-Regelung etwa in den Niederlanden aus: Von einer Niedrigbesteuerung wird nur ausgegangen, wenn der andere Staat als &laquo;nicht kooperierender Staat&raquo; qualifiziert wird&nbsp;oder die Steuerbelastung weniger als 9% betr&auml;gt.<sup><a data-fnq id=\"fnq15\" href=\"#fn15\">15<\/a><\/sup> In anderen Staaten liegt die Eintrittsschwelle deutlich tiefer: Frankreich, Italien und &Ouml;sterreich bringen die CFC-Regelung jeweils zur Anwendung, wenn die effektive Steuerlast der beherrschten Einheit weniger als 50% betr&auml;gt, d.&#8239;h. unter momentan 16,6% (Frankreich), 12% (Italien) bzw. 12,6% (&Ouml;sterreich) liegt. Gem&auml;ss deutscher Regelung<sup><a data-fnq id=\"fnq16\" href=\"#fn16\">16<\/a><\/sup> erfolgt eine Hinzurechnung der passiven Eink&uuml;nfte bereits dann, wenn die Steuerlast der ausl&auml;ndisch beherrschten Gesellschaft weniger als 25% betr&auml;gt&nbsp;&ndash; was in s&auml;mtlichen Schweizer Kantonen der Fall ist.<sup><a data-fnq id=\"fnq17\" href=\"#fn17\">17<\/a><\/sup><\/p><p>Die Hinzurechnungsbesteuerung hat den Effekt, dass das hinzugerechnete Substrat der <em>h&ouml;heren Steuerlast<\/em> im Staat der beherrschenden Gesellschafterin unterworfen wird. Dar&uuml;ber hinaus kann es zu einer (wirtschaftlichen) Doppelbesteuerung kommen, soweit das nationale Recht im Ans&auml;ssigkeitsstaat der beherrschenden Unternehmung die Anrechnung nicht oder nur eingeschr&auml;nkt zul&auml;sst. Letzteres trifft etwa auf das deutsche Regime zu, da die in der Schweiz entrichteten Steuern nicht vollumf&auml;nglich anrechenbar sind.<sup><a data-fnq id=\"fnq18\" href=\"#fn18\">18<\/a><\/sup> Erschwerend kommt hinzu, dass sich solche wirtschaftlichen Doppelbesteuerungen regelm&auml;ssig nicht als abkommenswidrig erweisen,<sup><a data-fnq id=\"fnq19\" href=\"#fn19\">19<\/a><\/sup> womit der Weg &uuml;ber ein im DBA vorgesehenes Verst&auml;ndigungs- oder Schiedsverfahren verschlossen bleibt.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">3 &Uuml;berblick &uuml;ber die kantonalen Regelungen<\/h2><p>Um die Konsequenzen der CFC-Bestimmungen abzufedern und als Standort f&uuml;r ausl&auml;ndisch beherrschte Unternehmen attraktiv zu bleiben, haben bereits einige Schweizer Kantone Bestimmungen zur flexiblen Gestaltung der Gewinnsteuers&auml;tze in ihre kantonalen Steuergesetze aufgenommen.<sup><a data-fnq id=\"fnq20\" href=\"#fn20\">20<\/a><\/sup> Derzeit sind dies&nbsp;&ndash; soweit ersichtlich&nbsp;&ndash; die Kantone Zug und Waadt und seit Anfang Jahr auch die Kantone Graub&uuml;nden, Luzern, Schwyz, Tessin und Thurgau. Weitere Kantone beabsichtigen, im Zuge der Umsetzung der STAF-Vorlage entsprechende Rechtsgrundlagen zu schaffen. Die geltenden und geplanten Bestimmungen lassen sich&nbsp;&ndash; ohne Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit&nbsp;&ndash; im Grundsatz wie folgt kategorisieren:<\/p><h3 class=\"wp-block-heading\">3.1 Zwei Systeme<\/h3><h4 class=\"wp-block-heading\">3.1.1 Steuererh&ouml;hung auf Antrag<\/h4><p>Sowohl im Kanton Zug als auch im Kanton Waadt setzt eine Anpassung des Steuersatzes einen Antrag des Steuerpflichtigen voraus. Die einschl&auml;gige Bestimmung im Steuergesetz des Kantons Zug lautet wie folgt (&sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;1a in fine StG&nbsp;ZG): &laquo;Der Steuersatz <em>kann<\/em> in besonderen F&auml;llen im Zusammenhang mit ausl&auml;ndischen Beziehungen erh&ouml;ht werden&raquo;<sup><a data-fnq id=\"fnq21\" href=\"#fn21\">21<\/a><\/sup>. In &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 StG&nbsp;VD des Steuergesetzes des Kantons Waadt heisst es: &laquo;Le taux de l&rsquo;imp&ocirc;t&nbsp;<em>peut<\/em> &ecirc;tre major&eacute; dans des cas particuliers en lien avec les relations internationales.&raquo;<sup><a data-fnq id=\"fnq22\" href=\"#fn22\">22<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p><p>Vergleichbare Bestimmungen haben auf den 1.&nbsp;Januar 2020 die Kantone Graub&uuml;nden und Tessin eingef&uuml;hrt. Die B&uuml;ndner Regelung hat folgenden Wortlaut (Art.&nbsp;87 Abs.&nbsp;3 StG&nbsp;GR): Geh&ouml;rt eine Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft zu einem internationalen Konzern, wird der Steuersatz auf Antrag soweit angehoben, dass zusammen mit der direkten Bundessteuer die vom ausl&auml;ndischen Staat akzeptierte minimale Steuerbelastung erreicht wird&raquo;. Weiter steht seit Anfang Jahr im Kanton Tessin &ndash; erkl&auml;rtermassen in Anlehnung an die Zuger Regelung&nbsp;&ndash; folgende Bestimmung in Kraft (Art.&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 LT&nbsp;TI): &laquo;In casi particolari di relazioni con l&rsquo;estero, <em>su richiesta<\/em> del contribuente, l&rsquo;aliquota d&rsquo;imposta pu&ograve; essere aumentata&raquo;<sup><a data-fnq id=\"fnq23\" href=\"#fn23\">23<\/a><\/sup>. Der Kanton Thurgau hat sich der Problematik wie folgt angenommen: &laquo;Die Steuerverwaltung&nbsp;<em>kann<\/em> Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, die in ein internationales Konzernverh&auml;ltnis eingebunden sind, zu einem h&ouml;heren Gewinnsteuersatz besteuern, sofern andere Staaten aufgrund der gem&auml;ss &sect;&nbsp;85 resultierenden Steuerbelastung eine Hinzurechnungsbesteuerung vornehmen.&raquo; (&sect;&nbsp;4c Abs.&nbsp;1 StG&nbsp;TG)<sup><a data-fnq id=\"fnq24\" href=\"#fn24\">24<\/a><\/sup><\/p><h4 class=\"wp-block-heading\">3.1.2 Automatische Steuererh&ouml;hung<\/h4><p>Demgegen&uuml;ber wird in anderen Kantonen die Erh&ouml;hung des Steuersatzes&nbsp;&ndash; jedenfalls dem Wortlaut nach&nbsp;&ndash; nicht dem Steuerpflichtigen anheimgestellt, sondern erfolgt gleichsam automatisch. Seit dem 1.&nbsp;Januar 2020 steht im Kanton Luzern folgende Bestimmung in Kraft: &laquo;Verlangt bei grenz&uuml;berschreitenden Sachverhalten ein anderer Staat oder Kanton f&uuml;r die steuerliche Anerkennung eine Mindeststeuerbelastung auf im Kanton besteuerten Gewinnen von Kapitalgesellschaften oder Genossenschaften, <em>wird<\/em> der Steuersatz unter Ber&uuml;cksichtigung der direkten Bundessteuer auf die vom andern Staat oder Kanton verlangte Mindeststeuerbelastung erh&ouml;ht.&raquo; (&sect;&nbsp;81 Abs.&nbsp;2 StG&nbsp;LU)<sup><a data-fnq id=\"fnq25\" href=\"#fn25\">25<\/a><\/sup> Der Kanton Schwyz kennt seit Jahresbeginn folgende Regelung (&sect;&nbsp;71 Abs.&nbsp;4 E-StG&nbsp;SZ): &laquo;Bei grenz&uuml;berschreitenden Sachverhalten, insbesondere bei Kapitalgesellschaften oder Genossenschaften, die zu einem internationalen Konzern geh&ouml;ren, <em>wird<\/em> der Steuersatz unter Ber&uuml;cksichtigung der direkten Bundessteuer auf den vom ausl&auml;ndischen Staat akzeptierten minimalen Steuersatz erh&ouml;ht.&raquo;<sup><a data-fnq id=\"fnq26\" href=\"#fn26\">26<\/a><\/sup> In diesen beiden Kantonen scheint ein Antrag des Steuerpflichtigen somit entbehrlich zu sein.<\/p><h3 class=\"wp-block-heading\">3.2 Zwischenergebnis<\/h3><p>Wie dargelegt, fallen die kantonalen Bestimmungen relativ heterogen aus, jedenfalls im Rahmen einer Wortlautanalyse. Ein zentraler Unterschied besteht darin, ob die Steuererh&ouml;hung <em>auf Antrag oder automatisch<\/em> erfolgt, wobei sich die Mehrheit der Kantone f&uuml;r Ersteres entschieden hat. Bislang sehen einzig die Kantone Luzern und Schwyz einen Automatismus vor.<\/p><p>Unterschiedlich f&auml;llt auch der <em>sachliche Anwendungsbereich<\/em> aus: W&auml;hrend die Mehrheit der kantonalen Bestimmungen relativ offengehalten ist, beschr&auml;nkt sich die Thurgauer Regelung auf den Fall der Hinzurechnungsbesteuerung. Mit den &uuml;brigen kantonalen Bestimmungen lassen sich damit theoretisch auch weitere F&auml;lle erfassen wie die Nichtzulassung des Abzugs von Zahlungen, die bei der empfangenden Gesellschaft unterbesteuert sind. <\/p><p>Auch in Bezug auf die <em>H&ouml;he des Steuersatzanstiegs<\/em> bestehen Unterschiede: Die Mehrheit der Bestimmungen zieht keine konkrete Grenze, wohingegen die Luzerner und Schwyzer Regelungen&nbsp;&ndash; unter Ber&uuml;cksichtigung der direkten Bundessteuer&nbsp;&ndash; eine Anhebung auf das vom ausl&auml;ndischen Staat verlangte Minimum vorsehen. Dies d&uuml;rfte darin begr&uuml;ndet sein, dass in diesen beiden Kantonen eben keine freiwillige, sondern eine automatische Erh&ouml;hung erfolgt, die folglich auch einer exakten Begrenzung bedarf. <\/p><p>Was den <em>subjektiven Anwendungsbereich<\/em> angeht, so beschr&auml;nken diesen die Kantone Graub&uuml;nden, Luzern und Thurgau auf Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, wohingegen sich den &uuml;brigen untersuchten Bestimmungen keine derartige Vorgabe entnehmen l&auml;sst; die Regelung im Kanton Schwyz f&auml;llt nicht abschliessend aus. Weiter machen einzig die Kantone Graub&uuml;nden und Thurgau das Eingreifen der Regelung davon abh&auml;ngig, dass ein Konzernverbund vorliegt; die Schwyzer Regelung weist wiederum lediglich beispielhaft darauf hin.&nbsp;<\/p><p>Allgemein zeigen sich auch gr&ouml;ssere Unterschiede beim <em>Bestimmtheitsgrad<\/em> der kantonalen Rechtsgrundlagen: W&auml;hrend die Vorgaben im Kanton Thurgau relativ konkret sind, nehmen sich die Regelungen im Zuger, Waadtl&auml;nder und Tessiner Steuergesetz &auml;usserst vage aus. Weder geht daraus die gesetzgeberische Absicht hervor noch l&auml;sst sich ersehen, wie das Verfahren konkret ablaufen soll. Doch selbst die Luzerner und Schwyzer Gesetzesgrundlagen, welche automatische Steuererh&ouml;hungen vorsehen, fallen relativ unbestimmt aus. So wird auch dort nicht konkretisiert, welche F&auml;lle anvisiert sind. Offen bleibt ebenso, ob der erh&ouml;hte Steuersatz f&uuml;r den Gesamtgewinn gilt oder aber nur f&uuml;r einzelne Eink&uuml;nfte (z.&#8239;B. im Rahmen einer Spartenrechnung) zur Anwendung gebracht werden kann.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">4 Verfassungskonformit&auml;t<\/h2><p>Vorwegzunehmen ist, dass es vorliegend <em>kantonalgesetzliche Bestimmungen<\/em> zu untersuchen gilt, die einer Grundlage im StHG entbehren. Eine Regelung im StHG w&auml;re auch heikel, da die Tarifautonomie den Kantonen zusteht (Art.&nbsp;129 Abs.&nbsp;2 BV;                   vgl. dazu sogleich Ziff.&nbsp;5). Folge davon ist, dass sich die kantonalen Bestimmungen                   umfassend auf ihre Verfassungskonformit&auml;t hin &uuml;berpr&uuml;fen lassen; das Anwendungsgebot von Art.&nbsp;190 BV greift mithin nicht. Am Rande sei darauf hingewiesen, dass eine Regelung auf Stufe Bund aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden nicht in Frage kommt.<sup><a data-fnq id=\"fnq27\" href=\"#fn27\">27<\/a><\/sup><\/p><p>Gem&auml;ss Art.&nbsp;127 Abs.&nbsp;2 BV sind&nbsp;&ndash; soweit es die Art der Steuer zul&auml;sst&nbsp;&ndash; die Grunds&auml;tze der Allgemeinheit und der Gleichm&auml;ssigkeit der Besteuerung sowie der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit zu beachten. Diese Grunds&auml;tze verstehen sich als Konkretisierung des allgemeinen Gleichheitsgrundsatzes (Art.&nbsp;8 BV)<sup><a data-fnq id=\"fnq28\" href=\"#fn28\">28<\/a><\/sup> und sind im direktsteuerlichen Bereich unbestritten anwendbar.<sup><a data-fnq id=\"fnq29\" href=\"#fn29\">29<\/a><\/sup> Eigentliches Leitprinzip des schweizerischen Steuerrechts ist das Leistungsf&auml;higkeitsprinzip, wonach jeder Steuerpflichtige nach Massgabe seiner individuellen Leistungsf&auml;higkeit zu besteuern ist.<sup><a data-fnq id=\"fnq30\" href=\"#fn30\">30<\/a><\/sup> Eine solche wird insbesondere &uuml;ber die Tarifausgestaltung (H&ouml;he des Tarifs sowie Tarifverlauf) erreicht. Ins Spiel kommt ferner die Wirtschaftsfreiheit (Art.&nbsp;27 BV), welche in Kombination mit Art.&nbsp;8 BV die Gleichbehandlung der Konkurrenten (Gewerbegenossen) gew&auml;hrleistet.<sup><a data-fnq id=\"fnq31\" href=\"#fn31\">31<\/a><\/sup> Im Kern geht es also stets um die&nbsp;<em>Frage der Gleichbehandlung aller Steuerpflichtigen<\/em>. <\/p><p>Zu pr&uuml;fen ist, ob sich die H&ouml;herbesteuerung einer in der Schweiz ans&auml;ssigen Gesellschaft&nbsp;&ndash; ausgel&ouml;st durch eine ausl&auml;ndische CFC-Regelung&nbsp;&ndash; mit diesen Grunds&auml;tzen vereinbaren l&auml;sst. Festzuhalten ist, dass sich die resultierenden Effekte aus einer (internationalen) Konzernperspektive heraus betrachtet regelm&auml;ssig als vorteilhaft erweisen: Einerseits wird die Hochschleusung auf das ausl&auml;ndische Steuerniveau verhindert und andererseits werden wirtschaftliche Doppelbesteuerungen bereits im Keim erstickt. Jedoch bedeutet die Anwendung eines h&ouml;heren Tarifs auf die ausl&auml;ndisch beherrschte Schweizer Tochtergesellschaft                   aus der Warte des nationalen Rechts stets auch eine <em>Ungleichbehandlung<\/em>, da diese&nbsp;&ndash; verglichen mit anderen Gewinnsteuersubjekten&nbsp;&ndash; h&ouml;her belastet wird. Ein Konzernsteuerrecht kennt das hiesige Recht nicht.<sup><a data-fnq id=\"fnq32\" href=\"#fn32\">32<\/a><\/sup> Es sind auch F&auml;lle denkbar, in denen die H&ouml;herbesteuerung Nachteile f&uuml;r Anteilsinhaber zur Folge haben kann. Dies trifft dann zu, wenn die Anteile der Schweizer Tochter nicht ausschliesslich in den H&auml;nden der von der Hinzurechnung betroffenen ausl&auml;ndischen Muttergesellschaft liegen, sondern an dieser weitere (in der Regel Minderheits-)Aktion&auml;re<sup><a data-fnq id=\"fnq33\" href=\"#fn33\">33<\/a><\/sup> beteiligt sind.<\/p><figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"384\" src=\"https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_2-1024x384.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3094\" srcset=\"https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_2-1024x384.png 1024w, https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_2-700x263.png 700w, https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_2-768x288.png 768w, https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_2-1280x480.png 1280w, https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_2-628x236.png 628w, https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_2-296x111.png 296w, https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_2.png 1450w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><p>Zu unterscheiden ist zwischen der freiwilligen und der&nbsp;automatischen H&ouml;herbesteuerung. Entscheidet sich eine Gesellschaft <em>freiwillig<\/em> f&uuml;r die Satzerh&ouml;hung und damit f&uuml;r die Ungleichbehandlung, d&uuml;rfte sich diese unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten ohne Weiteres als zul&auml;ssig erweisen. Letztlich mag man dies als Grundrechtsverzicht werten.<sup><a data-fnq id=\"fnq34\" href=\"#fn34\">34<\/a><\/sup> Im &Uuml;brigen kennt das Steuerrecht auch in anderen Bereichen &auml;hnliche Bestimmungen, so etwa die Optierung im Mehrwertsteuerrecht, mit der eine freiwillige Steuerpflicht eingegangen wird.<\/p><p>Heikler zu beantworten ist demgegen&uuml;ber die Frage, ob auch <em>automatische Steuererh&ouml;hungen<\/em> vor dem Gleichheitsgrundsatz standhalten. Eine Ungleichbehandlung kann gerechtfertigt werden, wenn sie sich sachlich begr&uuml;nden l&auml;sst.<sup><a data-fnq id=\"fnq35\" href=\"#fn35\">35<\/a><\/sup> Vorliegend sind durchaus sachliche Gr&uuml;nde vorhanden, die f&uuml;r eine Satzerh&ouml;hung sprechen: Aus der Sicht des hiesigen Fiskus bedeutet dies einen Zugewinn an Steuereinnahmen&nbsp;&ndash; wobei zuzugeben ist, dass fiskalische Interessen einen Grundrechtseingriff nur sehr beschr&auml;nkt zu rechtfertigen verm&ouml;gen.<sup><a data-fnq id=\"fnq36\" href=\"#fn36\">36<\/a><\/sup> Hinzu kommt, dass die H&ouml;herbesteuerung im Konzerninteresse liegt und sich die beherrschte Tochtergesellschaft somit vermutungsweise hierf&uuml;r entschieden h&auml;tte, h&auml;tte sie frei w&auml;hlen k&ouml;nnen. U.&#8239;E. scheint es daher unter verfassungsm&auml;ssigem Blickwinkel vertretbar, derartige Regelungen zu treffen (auch mit Blick auf die Anerkennung im Ausland; vgl. dazu Ziff.&nbsp;6.1)&nbsp;&ndash; eine gerichtliche &Uuml;berpr&uuml;fung im Einzelfall bleibt immer noch vorbehalten. Bei automatischen Steuererh&ouml;hungen ist jedenfalls genau darauf zu achten, dass diese keine &uuml;berschiessenden Wirkungen zeitigen. Anzumerken ist, dass der Umstand, dass (Minderheits-)Aktion&auml;ren durch die H&ouml;herbesteuerung Nachteile entstehen m&ouml;gen, u.&#8239;E. ausser Acht gelassen werden darf, da die Gesellschaft ein eigenst&auml;ndiges Steuersubjekt darstellt. <\/p><p>Eine andere (hier nicht abschliessend zu behandelnde) Problematik ist, ob bzw. inwieweit freiwillige oder automatische H&ouml;herbesteuerungen&nbsp;<em>handels- resp. aktienrechtlich<\/em> &uuml;berhaupt zul&auml;ssig sind. Grunds&auml;tzlich st&ouml;sst sich eine freiwillige H&ouml;herbesteuerung an der Gewinnstrebigkeit der Tochtergesellschaft bzw. m&uuml;sste handelsrechtlich wohl als Gewinnverzicht gewertet werden. Eine Aktiengesellschaft muss freilich nicht gewinnstrebig t&auml;tig sein; ein entsprechender Verzicht ist aber nur mit Zustimmung s&auml;mtlicher Aktion&auml;re der Anfechtung entzogen.<sup><a data-fnq id=\"fnq37\" href=\"#fn37\">37<\/a><\/sup> Wird die fragliche Gesellschaft zu 100% von einer ausl&auml;ndischen Konzernmutter gehalten, ist diese H&uuml;rde ohne Weiteres zu nehmen. Im Falle eines (Minderheits-)Aktion&auml;rs z.&#8239;B. mit Wohnsitz in der Schweiz d&uuml;rfte dieser seine Zustimmung davon abh&auml;ngig machen, dass er f&uuml;r seinen Nachteil entsch&auml;digt wird.<sup><a data-fnq id=\"fnq38\" href=\"#fn38\">38<\/a><\/sup> Anders verh&auml;lt es sich demgegen&uuml;ber bei einem Automatismus, der&nbsp;&ndash; jedenfalls&nbsp;<em>prima vista<\/em>&nbsp;&ndash; aus handelsrechtlicher Sicht unproblematischer scheint.<sup><a data-fnq id=\"fnq39\" href=\"#fn39\">39<\/a><\/sup><\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">4 Harmonisierungskonformit&auml;t<\/h2><p>Weiter ist zu kl&auml;ren, ob die Einf&uuml;hrung von flexiblen Gewinnsteuers&auml;tzen mit den verfassungsrechtlichen Harmonisierungsvorgaben und den Bestimmungen des StHG in Einklang steht. <\/p><p>Aus verfassungsrechtlicher Warte scheint die Einf&uuml;hrung von flexiblen Gewinnsteuers&auml;tzen auf kantonaler Ebene harmonisierungsrechtlich unproblematisch, da es um eine Frage der <em>Gestaltung der Steuers&auml;tze<\/em> geht. Die Steuers&auml;tze sind gem&auml;ss Art.&nbsp;129 Abs.&nbsp;2 BV explizit von der Harmonisierung ausgenommen.<sup><a data-fnq id=\"fnq40\" href=\"#fn40\">40<\/a><\/sup><\/p><p>In einem zweiten Schritt stellt sich die Frage, ob der <em>Bundesgesetzgeber die kantonale Tarifautonomie insoweit tats&auml;chlich respektiert<\/em>. Zwar m&uuml;sste er dies von Verfassungs wegen tun, jedoch kennt das StHG verschiedene Bestimmungen, die sich faktisch auch auf die Tarifgestaltung auswirken &ndash; und die f&uuml;r die rechtsanwendenden Beh&ouml;rden kraft Art.&nbsp;190 BV gleichwohl massgebend sind. Beispiele hierf&uuml;r stellen etwa die Vorgaben f&uuml;r die mildere Dividendenbesteuerung<sup><a data-fnq id=\"fnq41\" href=\"#fn41\">41<\/a><\/sup> sowie das im StHG geregelte Regime der straflosen Selbstanzeige<sup><a data-fnq id=\"fnq42\" href=\"#fn42\">42<\/a><\/sup> dar, die sich beide gem&auml;ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung<sup><a data-fnq id=\"fnq43\" href=\"#fn43\">43<\/a><\/sup> auch auf die kantonale Tarifautonomie auswirken, obschon sie&nbsp;&ndash; formal betrachtet&nbsp;&ndash; die Bemessungsgrundlage (Dividendenbesteuerung) und das Steuerverfahren (Selbstanzeige) betreffen. Es bleibt also zu pr&uuml;fen, ob sich im StHG Vorgaben finden, die den Kantonen (direkt oder indirekt) Vorgaben machen hinsichtlich der Gestaltung der Gewinnsteuers&auml;tze. Namentlich ist zu kl&auml;ren, ob eine Verletzung von&nbsp;<em>Art.&nbsp;2 StHG<\/em> vorliegt. Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 StHG hat folgenden Wortlaut: &laquo;Die Kantone erheben folgende Steuern: [&hellip;]&nbsp;b. <em>eine<\/em> Gewinn- und eine Kapitalsteuer von den juristischen Personen&raquo;.<sup><a data-fnq id=\"fnq44\" href=\"#fn44\">44<\/a><\/sup> In Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 StHG wird zwar festgehalten, dass die Kantone &laquo;eine&raquo; Gewinnsteuer erheben, damit will der Gesetzgeber aber lediglich in imperativer Form ausdr&uuml;cken, dass die Kantone eine solche Steuer erheben m&uuml;ssen.<sup><a data-fnq id=\"fnq45\" href=\"#fn45\">45<\/a><\/sup> Irrelevant ist hingegen, ob im Rahmen dieser (einen) Gewinnsteuer unterschiedliche Gewinnsteuers&auml;tze zur Anwendung kommen.&nbsp;<\/p><p>Auch aus <em>Art.&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 StHG<\/em>, wonach Kapitalgesellschaften und Genossenschaften nach dem gleichen Tarif besteuert werden, l&auml;sst sich u.&#8239;E. nichts Gegenteiliges ableiten. Klargestellt wird lediglich, dass f&uuml;r Kapitalgesellschaften und Genossenschaften derselbe Tarif zu gelten hat (womit letztlich ein Eingriff in die kantonale Tarifautonomie erfolgt). Der Grundsatz der Gleichbehandlung von Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, der sich wie ein roter Faden durch das StHG zieht, wird somit f&uuml;r den Tarifbereich best&auml;tigt.<sup><a data-fnq id=\"fnq46\" href=\"#fn46\">46<\/a><\/sup> Folglich gebietet es sich, die M&ouml;glichkeit flexibler Gewinnsteuers&auml;tze Kapitalgesellschaften und Genossenschaften gleichermassen zuteil werden zu lassen&nbsp;&ndash; so wie dies die untersuchten kantonalen Regelungen auch tun. Unzul&auml;ssig w&auml;re demgegen&uuml;ber eine kantonale Regelung, welche diese M&ouml;glichkeit einzig Kapitalgesellschaften vorbeh&auml;lt, auch wenn sie f&uuml;r diese praktisch bedeutsamer sein mag. Handkehrum verlangt Art.&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 StHG nicht, dass etwa auch Stiftungen in tariflicher Hinsicht gleichzubehandeln sind; insoweit ist der kantonale Gesetzgeber frei.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">6 Effektivit&auml;t und Umsetzungsfragen<\/h2><p>Die Einf&uuml;hrung von flexiblen Gewinnsteuers&auml;tzen bringt weitere <em>Umsetzungsprobleme<\/em> mit sich, die zu l&ouml;sen sind. Namentlich h&auml;ngt die Effektivit&auml;t dieser Bestimmungen&nbsp;stark von der genauen Gestaltung ab. Nachfolgend wird in nicht abschliessender Weise auf die folgenden f&uuml;nf Punkte eingegangen:<\/p><ul class=\"wp-block-list\"><li>Anerkennung im Ausland<\/li><li>Subjektiver Anwendungsbereich<\/li><li>Ermittlung der effektiven Steuerlast<\/li><li>Ber&uuml;cksichtigung von Verlusten<\/li><li>Prozessuale Folgen<\/li><\/ul><h3 class=\"wp-block-heading\">6.1 Anerkennung im Ausland<\/h3><p>F&uuml;r die Effektivit&auml;t der flexiblen Gewinnsteuers&auml;tze ist entscheidend, ob der andere Staat ein solches Vorgehen &uuml;berhaupt <em>akzeptiert<\/em> und bei einer Erh&ouml;hung des ansonsten tieferen Gewinnsteuersatzes von einer Hinzurechnungsbesteuerung absieht.<sup><a data-fnq id=\"fnq47\" href=\"#fn47\">47<\/a><\/sup><\/p><p>Veranschaulicht sei die Problematik anhand der <em>Praxis zur deutschen Hinzurechnungsbesteuerung<\/em>: Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied in einem Urteil aus dem Jahr 2006, dass dann keine Niedrigbesteuerung vorliegt, wenn der ausl&auml;ndischen Steuerfestsetzung ein beh&ouml;rdliches Verfahren vorausgegangen ist, in welchem unter Mitwirkung des Steuerpflichtigen und basierend auf einer gesetzlichen Grundlage der Umfang der Steuerzahlung festgelegt wurde<sup><a data-fnq id=\"fnq48\" href=\"#fn48\">48<\/a><\/sup>. Dem Entscheid lag die Besteuerung einer irischen Gesellschaft zugrunde, bei der die irische Regierung die M&ouml;glichkeit hatte, eine steuerliche Privilegierung von sog. &laquo;special purpose investment companies&raquo; nicht oder nur in einem kleineren Umfang zu gew&auml;hren als im Gesetz vorgesehen, &laquo;wenn die Gesellschaft bzw. deren Gesellschafter ohne die neue Regelung einer Besteuerung ausgesetzt w&auml;ren, die dazu f&uuml;hren w&uuml;rde, dass die Gesellschaft ihre T&auml;tigkeit in Irland voraussichtlich nicht fortf&uuml;hren oder aufnehmen w&uuml;rde&raquo;<sup><a data-fnq id=\"fnq49\" href=\"#fn49\">49<\/a><\/sup>. Zwar wirkte die Pflichtige bei dieser Begrenzung der Privilegierung mit, der Entscheid &uuml;ber den Umfang der Begrenzung lag jedoch letztlich im Ermessen der Regierung bzw.                      des Finanzministers. In diesem Fall akzeptierte der BFH die erh&ouml;hte Steuer, da das                      Ausmass die H&ouml;he der Steuererh&ouml;hung eben nicht im Belieben des Pflichtigen stand.<sup><a data-fnq id=\"fnq50\" href=\"#fn50\">50<\/a><\/sup><\/p><p>Somit scheint nach dieser Gerichtspraxis eine Steuererh&ouml;hung, die einzig vom Willen des Pflichtigen abh&auml;ngt, mit Blick auf die Hinzurechnungsbesteuerung nicht relevant. Anders gesagt werden <em>freiwillige Steuerzahlungen in Deutschland<\/em> f&uuml;r die Frage, ob eine sch&auml;dliche Niedrigbesteuerung vorliegt, nicht ber&uuml;cksichtigt.                      <\/p><p>Aus der Warte des schweizerischen Rechts besteht somit ein <em>Zielkonflikt<\/em> zwischen der Verfassungskonformit&auml;t kantonaler Steuererh&ouml;hungsregelungen einerseits und deren Effektivit&auml;t andererseits. Rechtsgrundlagen, die freiwillige Steuererh&ouml;hungen erm&ouml;glichen, lassen sich u.&#8239;E. ohne Weiteres mit der Verfassung vereinbaren (siehe oben, Ziff.&nbsp;4), jedoch ist die Freiwilligkeit tendenziell der Anerkennung im Ausland abtr&auml;glich. Automatische Steuererh&ouml;hungen werden demgegen&uuml;ber im Ausland eher anerkannt, indes erweisen sie sich in verfassungsrechtlicher Hinsicht als heikler.&nbsp;<\/p><p>Da in vielen Staaten CFC-Bestimmungen erst im Nachgang zum BEPS-Aktionspunkt&nbsp;3 bzw. der ATAD ins Gesetz aufgenommen worden sind, lassen sich noch kaum Aussagen dar&uuml;ber machen, was f&uuml;r deren Nichtanwendung verlangt wird. Zumindest macht Art.&nbsp;7&nbsp;f. ATAD den Mitgliedstaaten insoweit keine Vorgaben, sodass durchaus <em>Raum besteht<\/em>, dass auch rein freiwillig erh&ouml;hte Steuern anerkannt w&uuml;rden.<\/p><h3 class=\"wp-block-heading\">6.2 Subjektiver Geltungsbereich<\/h3><p>Weiter stellt sich die Frage nach dem subjektiven Geltungsbereich. So wird im Kanton Zug explizit festgehalten, dass auch <em>Stiftungen<\/em> die flexiblen Gewinnsteuers&auml;tze anwenden k&ouml;nnen. Zwar d&uuml;rften Stiftungen von der Hinzurechnung nicht betroffen sein, da sie sich als verselbst&auml;ndigte Zweckverm&ouml;gen nicht beherrschen lassen, jedoch mag ihnen dies als Mittel zur Abwehr von ausl&auml;ndischen Abzugsverboten dienen.<\/p><p>Daneben muss gekl&auml;rt werden, ob auch <em>Betriebsst&auml;tten<\/em> ausl&auml;ndischer Gesellschaften die neu zu schaffenden Bestimmungen anwenden k&ouml;nnen. Da Betriebsst&auml;tten ebenfalls in den Anwendungsbereich von Hinzurechnungsbesteuerungen im Rahmen der ATAD fallen k&ouml;nnen,<sup><a data-fnq id=\"fnq51\" href=\"#fn51\">51<\/a><\/sup> w&auml;re eine Anwendung der flexiblen Gewinnsteuers&auml;tze auch auf diese durchaus empfehlenswert.<\/p><h3 class=\"wp-block-heading\">6.3 Ermittlung der effektiven Steuerlast<\/h3><p>Gem&auml;ss der Regelung in der ATAD ist f&uuml;r die Frage der Niedrigbesteuerung die <em>tats&auml;chliche K&ouml;rperschaftssteuerlast<\/em> entscheidend; diese darf nicht weniger als 50% der nach dem Steuerrecht des Ans&auml;ssigkeitsstaates des Steuerpflichtigen ermittelten Steuerlast betragen. Die effektive Steuerlast ergibt sich, indem die Bemessungsgrundlage mit dem Steuertarif multipliziert wird. Fraglich ist, welche Bemessungsgrundlage der Berechnung zugrunde zu legen ist. <\/p><p>Bei der Anwendung von CFC-Bestimmungen ist in verschiedenen Jurisdiktionen das <em>eigene Steuerrecht<\/em>, d.&#8239;h. das Steuerrecht im Ans&auml;ssigkeitsstaat der Muttergesellschaft, anzuwenden f&uuml;r die Beurteilung, ob eine Niedrigbesteuerung vorliegt.<sup><a data-fnq id=\"fnq52\" href=\"#fn52\">52<\/a><\/sup> So h&auml;lt Art.&nbsp;10a Abs.&nbsp;3 A-KStG<sup><a data-fnq id=\"fnq53\" href=\"#fn53\">53<\/a><\/sup> bspw. fest:<\/p><p>&laquo;Niedrigbesteuerung einer ausl&auml;ndischen K&ouml;rperschaft liegt vor, wenn deren tats&auml;chliche Steuerbelastung im Ausland nicht mehr als 12,5% betr&auml;gt. Dabei ist das Einkommen der ausl&auml;ndischen K&ouml;rperschaft nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes 1988, den &uuml;brigen Vorschriften des Einkommensteuergesetzes 1988 sowie dieses Bundesgesetzes zu ermitteln. Dem Einkommen ist die im Ausland tats&auml;chlich entrichtete Steuer gegen&uuml;berzustellen.&raquo;<\/p><p>Die Vorgaben zur Festlegung der Steuerbemessungsgrundlage unterscheiden sich zwischen den EU-Staaten und im Vergleich zu der Schweiz zum Teil <em>betr&auml;chtlich<\/em>. Da gem&auml;ss ATAD die effektive Steuerlast massgebend ist, m&uuml;ssen die betroffenen Schweizer Tochtergesellschaften ihren hypothetischen Gewinn nach Massgabe des Steuerrechts des Ans&auml;ssigkeitsstaats der Muttergesellschaft ermitteln, der sodann mit dem dortigen Steuersatz zu multiplizieren ist&nbsp;&ndash; so wie dies der Regelung in &Ouml;sterreich entspricht. Dieser Umstand birgt ebenfalls das Potenzial f&uuml;r Umsetzungsschwierigkeiten. Zu beachten ist, dass die Abzugsf&auml;higkeit der Gewinnsteuern in der Schweiz eine Besonderheit im internationalen Verh&auml;ltnis darstellt. Dies f&uuml;hrt dazu, dass die (hypothetisch ermittelte) Bemessungsgrundlage gem&auml;ss dem Steuerrecht des Ans&auml;ssigkeitsstaats der Mutter nicht selten h&ouml;her sein d&uuml;rfte als jene nach Massgabe des hiesigen Rechts.<\/p><h3 class=\"wp-block-heading\">6.4 Ber&uuml;cksichtigung von Verlusten<\/h3><p>In der Schweiz k&ouml;nnen die Verluste, die w&auml;hrend der Besteuerung als Holding-, Domizil- oder gemischte Gesellschaft entstanden sind, nach dem &Uuml;bergang zur ordentlichen Besteuerung gem&auml;ss h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung <em>nicht bzw. nur bedingt zur Verrechnung<\/em> gebracht werden.<sup><a data-fnq id=\"fnq54\" href=\"#fn54\">54<\/a><\/sup> Diese Problematik darf auch bei der Einf&uuml;hrung einer flexiblen Gewinnsteuer nicht ausser Acht gelassen werden.&nbsp;<\/p><p>Angenommen ein Unternehmen, das im Jahr&nbsp;x unter Geltung des &laquo;Normaltarifs&raquo; einen Verlust erzielt hat, versteuert im Jahr&nbsp;x&nbsp;+&nbsp;1 einen Gewinn zu einem erh&ouml;hten Steuersatz, um nicht von der Hinzurechnungsbesteuerung des EU-Sitzstaates der Muttergesellschaft erfasst zu werden. &Uuml;bertr&auml;gt man das <em>Gedankengut der dargelegten Praxis<\/em> zum Statuswechsel, k&ouml;nnte das Unternehmen den Verlust des Vorjahres u.&#8239;U. nicht mit dem Gewinn des nachfolgenden Jahres verrechnen. Im Gegensatz zur Verlustverrechnung beim Statuswechsel kann vorliegend jedoch argumentiert werden, dass die ordentliche Besteuerung kein Steuerprivileg darstellt und somit durchaus eine Verlustverrechnung m&ouml;glich sein muss. Es sprechen keine systematischen Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Verweigerung derselben, obwohl die Verluste in einer Periode entstanden sind, in der die steuerpflichtige Person einem tieferen bzw. dem normalen Gewinnsteuersatz unterlag. Hier bed&uuml;rfte es aber einer expliziten Regelung, um Rechtssicherheit zu schaffen.<\/p><p>Ein weiteres Problem kann in <em>Verlustsituationen von Tochtergesellschaften<\/em> in der Schweiz entstehen, da die Hinzurechnungsbesteuerung beim Vorhandensein passiver Eink&uuml;nfte dennoch greifen kann. D.&#8239;h., eine Hinzurechnung ist nicht nur denkbar in Gewinnsituationen, sondern auch in Verlustsituationen. In diesen F&auml;llen fehlt es an einer effektiven Steuerbelastung in der Schweiz. Verschiedene Staaten scheinen in diesen F&auml;llen auf den statutarischen Gewinnsteuersatz abzustellen. Allerdings kann hierzu keine allgemeine Aussage gemacht werden, da jeder Staat diesen Fall unterschiedlich handhabt.&nbsp;<\/p><h3 class=\"wp-block-heading\">6.5 Prozessuale Fragen<\/h3><p>Des Weiteren stellt sich die Frage, <em>von wem und zu welchem Zeitpunkt<\/em> der anwendbare Gewinnsteuersatz zu bestimmen ist. Eine von mehreren denkbaren Optionen w&auml;re&nbsp;&ndash; soweit es sich um eine freiwillige Steuererh&ouml;hung handelt&nbsp;&ndash; die Angabe des gew&uuml;nschten Steuersatzes durch die betroffene Unternehmung in ihrer Steuererkl&auml;rung oder eine individuelle gegenseitige Vereinbarung zwischen dieser und den Steuerbeh&ouml;rden. Es ist allerdings zu bedenken, dass idealerweise der Steueraufwand in der Erfolgsrechnung (Steuerr&uuml;ckstellung) schon nach dem h&ouml;heren Gewinnsteuersatz berechnet wird und dieser nicht erst in der Veranlagung Anwendung findet. Dies, weil u.&#8239;U. die Einsch&auml;tzung der Muttergesellschaft und damit die Pr&uuml;fung, ob eine Niedrigbesteuerung vorliegt, noch vor der Einsch&auml;tzung der Tochtergesellschaft erfolgt. Falls der Steueraufwand in der Jahresrechnung nicht verbucht wurde, kann dies demnach dazu f&uuml;hren, dass die ausl&auml;ndischen CFC-Bestimmungen angewendet werden. Dies, obwohl anl&auml;sslich der Einreichung der Steuererkl&auml;rung&nbsp;&ndash; d.&#8239;h. zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt&nbsp;&ndash; die Pflichtige eine H&ouml;herbesteuerung verlangt.<\/p><h2 class=\"wp-block-heading\">7 Ausblick<\/h2><p>Erste Erfahrungen aus den Kantonen zeigen, dass flexible Gewinnsteuers&auml;tze in Einzelf&auml;llen eine Anwendung von ausl&auml;ndischen CFC-Bestimmungen <em>durchaus verhindern k&ouml;nnen<\/em>. Letzteres f&uuml;hrt zu h&ouml;heren inl&auml;ndischen Steuereinnahmen, ohne dass das Unternehmen&nbsp;&ndash; bei konsolidierter Betrachtungsweise&nbsp;&ndash; eine h&ouml;here Steuerbelastung zu erdulden h&auml;tte. Im Gegenteil, die Steuerlast f&auml;llt tiefer aus. Aus Sicht des Fiskus und der betroffenen Steuerpflichtigen handelt es sich somit um ein grunds&auml;tzlich erstrebenswertes Instrument.<\/p><p>Ob sich dieses im Standortwettbewerb als bedeutsam erweist, muss sich erst noch zeigen. Wird aber ber&uuml;cksichtigt, dass die Einf&uuml;hrung einer solchen Bestimmung kaum Nachteile mit sich bringt und sich auch verfassungskonform ausgestalten l&auml;sst, so ist die Schaffung einer entsprechenden Rechtsgrundlage u.&#8239;E. in jedem Fall <em>empfehlenswert<\/em>. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Massnahmen, mit denen auf Niedrigbesteuerungen reagiert wird, international auf dem Vormarsch sind.<\/p><p>Die Ausgestaltung einer entsprechenden Gesetzesgrundlage scheint freilich herausfordernd, da es einen <em>Balanceakt zwischen Verfassungskonformit&auml;t und Effektivit&auml;t<\/em> zu vollbringen gilt. Zudem ist auch der handelsrechtliche Rahmen noch auszuloten. Wie gezeigt, d&uuml;rften automatische Steuererh&ouml;hungen den effektivsten Weg darstellen, die Besteuerung von inl&auml;ndischem Substrat im Ausland zu verhindern, jedoch ist hier besonderes Fingerspitzengef&uuml;hl in verfassungsrechtlicher Hinsicht geboten.<\/p><div class=\"wp-block-sht-footnotes b-footnotes\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fussnoten<\/h2>\n\n\n\n<p id=\"fn1\" class=\"b-footnote\">Die Autoren danken Kevin M&uuml;ller (MLaw) und Livia Wenaweser (BLaw) f&uuml;r\ndie tatkr&auml;ftige\nUnterst&uuml;tzung\nbei der Erstellung dieses Beitrages. Gedankt sei ebenfalls den kantonalen\nSteuerbeh&ouml;rden\nf&uuml;r\nihre Auskunftsbereitschaft.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn2\" class=\"b-footnote\">Controlled Foreign-Company.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn3\" class=\"b-footnote\">Gewisse CFC-Regelungen sehen Hinzurechnungen auch f&uuml;r\nnat&uuml;rliche\nPersonen vor.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn4\" class=\"b-footnote\">Vgl. dazu\nPublic consultation document, Global Anti-Base Erosion Proposal (&laquo;GloBE&raquo;)&nbsp;&ndash; Pillar\nTwo, November\/Dezember 2019, 6 sowie Statement by the OECD\/G20 Inclusive\nFramework on BEPS on the Two-Pillar Approach to Address the Tax Challenges\nArising from the Digitalisation of the Economy, Januar 2020, 27&nbsp;ff.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn5\" class=\"b-footnote\">Vgl.\nOECD\/G20, Designing Effective Controlled Foreign Company Rules, Action&nbsp;3: 2015\nFinal Report.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn6\" class=\"b-footnote\">European\nCommission, Anti-Tax&nbsp;Avoidance&nbsp;Package\n2016.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn7\" class=\"b-footnote\">Anti-Tax-Avoidance-Richtlinie,\nRL 2016\/1164\/EU des Rates mit Vorschriften zur Bek&auml;mpfung von\nSteuervermeidungspraktiken mit unmittelbaren Auswirkungen auf das Funktionieren\ndes Binnenmarkts (vom 12.7.2016), ABl&nbsp;L&nbsp;193, 1 vom\n19.7.2016, 1&nbsp;ff.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn8\" class=\"b-footnote\">Art.&nbsp;7\nf.&#8239;i.&#8239;V.&#8239;m.\nArt.&nbsp;11\nAbs.&nbsp;1\nATAD.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn9\" class=\"b-footnote\">Vgl. hierzu ausf&uuml;hrlich Andrea Opel, Die Anti-Tax-Avoidance-Richtlinie der\nEU &ndash;\nAbwehr oder Angriff?, FStR 2018, 75&nbsp;ff., 85&nbsp;ff.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn10\" class=\"b-footnote\">Vgl. Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 lit.&nbsp;a ATAD.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn11\" class=\"b-footnote\">Vgl. Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 lit.&nbsp;b ATAD. Im Entwurf war vorgesehen, dass von einer\nNiedrigbesteuerung auszugehen ist, wenn ein Steuersatz von weniger als 40% des\neffektiven Steuersatzes, der im Mitgliedstaat des Steuerpflichtigen angewendet\nworden w&auml;re,\nvorliegt.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn12\" class=\"b-footnote\">Wobei hier ein sog. Aktivit&auml;tsvorbehalt gilt (vgl. Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 lit.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;1 ATAD). Dieser Vorbehalt ist inspiriert vom Urteil\nEuGH Cadbury Schweppes und Cadbury Schweppes Overseas, C-196\/04, 12.9.2006. Der\nEuGH hat k&uuml;rzlich\nentschieden, dass der Vorbehalt auch gegen&uuml;ber Drittstaaten zum Tragen kommt: EuGH X, C-135\/17,\n26.2.2019.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn13\" class=\"b-footnote\">Vgl. zum Ausdruck Locher\/Marantelli\/Opel, Einf&uuml;hrung\nin das internationale Steuerrecht, Bern 2019, 2.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn14\" class=\"b-footnote\">Art.&nbsp;8\nAbs.&nbsp;7\nATAD.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn15\" class=\"b-footnote\">Vgl. m.&#8239;H.&#8239;a. die gesetzliche Bestimmung Marnix Schellekens,\nNetherlands&nbsp;&ndash;\nCorporate Taxation, IBFD Online Publikation in der Fassung vom 21.1.2020, Ziff.&nbsp;7.4.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn16\" class=\"b-footnote\">Vgl. &sect;&sect;&nbsp;7&#8210;14\nD-AStG.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn17\" class=\"b-footnote\">Die effektive (nicht statutarische) Besteuerungslast liegt in\nallen Kantonen tiefer als 25% (Hauptort): vgl. Pascal Hinny, Steuerrecht 2020,\nTextausgabe mit Anmerkungen, Z&uuml;rich\/Basel\/Genf 2020, 2372 ff., Sonderregelungen bleiben\nvorbehalten, auf die noch zur&uuml;ckzukommen ist.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn18\" class=\"b-footnote\">Abzug nur von der K&ouml;rperschaftssteuer, nicht aber von der (kommunalen)\nGewerbesteuer, welche je nach Gemeinde rund die H&auml;lfte der Steuerlast ausmachen kann.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn19\" class=\"b-footnote\">Vgl. hierzu Andrea Opel, Unilaterale Massnahmen zur Vermeidung\nder internationalen Doppelbesteuerung&nbsp;&ndash; Ein Gedankenanstoss, in: Adriano Marantelli\/Andrea\nOpel (Hrsg.), Aktuelle Fragen des schweizerischen Steuerrechts, Festgabe f&uuml;r\nProf. em. Dr. Urs&nbsp;R.\nBehnisch, Bern 2020, 1&nbsp;ff.,\n10&nbsp;f.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn20\" class=\"b-footnote\">Siehe auch Opel, (Fn.&nbsp;19), 11&nbsp;ff. (Stand: 6.12.2019).<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn21\" class=\"b-footnote\">Hervorhebung hinzugef&uuml;gt. Das Steuerbuch des Kantons Zug meint dazu Folgendes: &laquo;Im\nRahmen von unilateralen ausl&auml;ndischen Aussensteuerbestimmungen oder\nSitzbeanspruchungen kann der Gewinnsteuersatz auf Antrag der Gesellschaft h&ouml;her\nals 7% des Reingewinnes angesetzt werden&raquo;.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn22\" class=\"b-footnote\">Hervorhebung hinzugef&uuml;gt.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn23\" class=\"b-footnote\">Hervorhebung hinzugef&uuml;gt. Vgl. Adeguamento della Legge tributaria cantonale\nalla Legge federale concernente la riforma fiscale e il finanziamento dell&rsquo;AVS\n(RFFA)&nbsp;&ndash;\nRiforma fiscale cantonale, Messaggio Nr.&nbsp;7684 vom 10.7.2019.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn24\" class=\"b-footnote\">Die Bestimmung ist r&uuml;ckwirkend per 1.1.2020 in Kraft getreten (Volksabstimmung\nvom 9.&nbsp;Februar\n2020).<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn25\" class=\"b-footnote\">Hervorhebung hinzugef&uuml;gt.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn26\" class=\"b-footnote\">Hervorhebung hinzugef&uuml;gt.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn27\" class=\"b-footnote\">Der Bund hat den ihm zustehenden Maximalsatz von 8,5% (Art.&nbsp;128\nAbs.&nbsp;1\nlit.&nbsp;b\nBV) bereits ausgesch&ouml;pft.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn28\" class=\"b-footnote\">Siehe Urs\nBehnisch, in: Bernhard Waldmann\/Eva Maria Belser\/Astrid Epiney\n(Hrsg.), Basler Kommentar&nbsp;Bundesverfassung, Basel 2015, Art.&nbsp;127\nN&nbsp;18;\nVallender\/Wiederkehr,\nin: Bernhard Ehrenzeller\/Benjamin Schindler\/Rainer J. Schweizer\/Klaus A.\nVallender (Hrsg.), Die schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar,\n3.&nbsp;Auflage,\nZ&uuml;rich\n2014, Art.&nbsp;127\nN&nbsp;3.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn29\" class=\"b-footnote\">Der Vorbehalt in Art.&nbsp;27 Abs.&nbsp;2 BV der &laquo;Art der Steuer&raquo; gilt den direkten Steuern. Vgl. zum Ganzen Vallender\/Wiederkehr,\n(Fn.&nbsp;28),\nSt. Galler Kommentar. BV, Art.&nbsp;127 N&nbsp;2 ff.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn30\" class=\"b-footnote\">Vgl. Behnisch,\n(Fn.&nbsp;28),\nBSK&nbsp;BV,\nArt.&nbsp;127\nN&nbsp;28;\nVallender\/Wiederkehr,\n(Fn.&nbsp;28),\nSt. Galler Komm. BV, Art.&nbsp;127 N&nbsp;23&nbsp;f. F&uuml;r eine differenzierte Betrachtung des Leistungsf&auml;higkeitsprinzips\nvgl. Peter Hongler,\nDas Leistungsf&auml;higkeitsprinzip&nbsp;&ndash;\neine moralische Illusion, Jusletter vom 4.11.2019.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn31\" class=\"b-footnote\">Klaus\nA. Vallender, in: Bernhard Ehrenzeller\/Benjamin Schindler\/Rainer\nJ. Schweizer\/Klaus A. Vallender (Hrsg.), Die schweizerische Bundesverfassung,\nSt. Galler Kommentar, 3.&nbsp;Auflage, Z&uuml;rich 2014, Art.&nbsp;27 N&nbsp;28 m.&#8239;w.&#8239;H.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn32\" class=\"b-footnote\">Peter\nLocher, Kommentar zum DBG, II.&nbsp;Teil: Art.&nbsp;49&#8210;101 DBG, Therwil\/Basel 2004, Einl. zu Art.&nbsp;49&nbsp;ff.\nN&nbsp;30\nm.&#8239;w.&#8239;H.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn33\" class=\"b-footnote\">Die Hinzurechnungsbesteuerung setzt grunds&auml;tzlich\neine Beherrschung durch die ausl&auml;ndische Muttergesellschaft voraus &ndash; so jedenfalls die\nRegelung gem&auml;ss\nATAD. Gewisse Staaten sehen Hinzurechnungen aber auch im Falle von\nMinderheitsbeteiligungen vor.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn34\" class=\"b-footnote\">Ein solcher d&uuml;rfte hier zul&auml;ssig sein. Als &laquo;unverj&auml;hrbar und unverzichtbar&raquo; gelten nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung\nGrundrechtsverb&uuml;rgungen,\nwelche die Menschenw&uuml;rde\nsowie Leben und Existenz der Menschen sichern. Vgl. dazu Rainer J. Schweizer, in: Bernhard\nEhrenzeller\/Benjamin Schindler\/Rainer J. Schweizer\/Klaus A. Vallender (Hrsg.),\nDie schweizerische Bundesverfassung, St.&nbsp;Galler Kommentar, 3.&nbsp;Auflage, Z&uuml;rich 2014, Vorb. zu Art.&nbsp;7&#8210;36 N&nbsp;39.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn35\" class=\"b-footnote\">Art.&nbsp;36\nBV findet jedenfalls nicht unmittelbar Anwendung: Giovanni Biaggini, BV Kommentar,\nBundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 2.&nbsp;Auflage,\nZ&uuml;rich\n2017, Art.&nbsp;8\nN&nbsp;16.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn36\" class=\"b-footnote\">Vgl. nur BGE&nbsp;138 I&nbsp;378 E.&nbsp;8.6.1&nbsp;f. m.&#8239;w.&#8239;H.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn37\" class=\"b-footnote\">Art.&nbsp;706\nAbs.&nbsp;2\nZiff.&nbsp;4\nOR.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn38\" class=\"b-footnote\">Zu kl&auml;ren\nw&auml;re\nin diesem Zusammenhang, ob die Steuerbeh&ouml;rden in der (freiwilligen) Bezahlung des\nSteuermehrbetrags eine (verdeckte) Gewinnaussch&uuml;ttung an die Muttergesellschaft erblicken k&ouml;nnten.\nEine solche sollte u.&#8239;E.\njedoch klarerweise verneint werden, da ansonsten der gesetzgeberische Entscheid\nzumindest teilweise unterlaufen w&uuml;rde (auch d&uuml;rfte der Vorteil schwierig bezifferbar sein).<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn39\" class=\"b-footnote\">Wobei man sich fragen kann, ob die Kantone befugt sind, auf\ndiese Weise in die privatrechtliche Gestaltungsfreiheit einzudringen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn40\" class=\"b-footnote\">Siehe auch Behnisch, (Fn.&nbsp;28), BSK BV, Art.&nbsp;129 N&nbsp;25.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn41\" class=\"b-footnote\">So ist die 10%-Schwelle auch dann massgebend, wenn ein Kanton\ndie Entlastung nicht bei der Bemessungsgrundlage, sondern beim Tarif vornimmt.\nVgl. insbesondere BGE&nbsp;136\nI&nbsp;49\n(Kanton Bern) und BGE&nbsp;136\nI&nbsp;65\n(Kanton Schaffhausen).<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn42\" class=\"b-footnote\">Das Bundesgericht hat&nbsp;das Tessiner Vorhaben der Einf&uuml;hrung\nreduzierter Steuers&auml;tze\nbei strafloser Selbstanzeige als StHG-widrig (und verfassungswidrig)\neingestuft: BGE&nbsp;141\nI&nbsp;78\nE.&nbsp;7&nbsp;=\nPra&nbsp;2015\nNr.&nbsp;101.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn43\" class=\"b-footnote\">Siehe Fn.&nbsp;41 und Fn.&nbsp;42.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn44\" class=\"b-footnote\">Hervorhebung hinzugef&uuml;gt.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn45\" class=\"b-footnote\">Reich\/Beusch,\nin: Martin Zweifel\/Michael Beusch (Hrsg.), Kommentar zum Schweizerischen\nSteuerrecht, Bundes&shy;gesetz\n&uuml;ber\ndie Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 3.&nbsp;Auflage,\nBasel 2017, Art.&nbsp;2\nN&nbsp;1:\n&laquo;Im\nArt.&nbsp;2\ngeht es nicht um das &lsaquo;wie&rsaquo;,\nsondern um die Statuierung der Erhebungspflicht. Die Kantone werden gezwungen,\ndie aufgef&uuml;hrten\nSteuern zu erheben&raquo;\n(ohne Hervorhebungen).<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn46\" class=\"b-footnote\">Felber\/Duss,\nin: Martin Zweifel\/Michael Beusch (Hrsg.), Kommentar zum Schweizerischen\nSteuerrecht, Bundes&shy;gesetz\n&uuml;ber\ndie Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 3.&nbsp;Auflage,\nBasel 2017, Art.&nbsp;27\nN&nbsp;1.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn47\" class=\"b-footnote\">Vgl. hierzu\nbereits Robert Danon,\nLa r&egrave;gle sur les soci&eacute;t&eacute;s contr&ocirc;l&eacute;es de la\ndirective europ&eacute;enne anti-&eacute;vasion fiscal,\nFStR 2016, 286&nbsp;ff., 301&nbsp;f. sowie\nOPEL, (Fn.&nbsp;9), FStR 2018, 100&nbsp;f.; DIES.,\n(Fn.&nbsp;19), 13.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn48\" class=\"b-footnote\">BFH, 3.5.2006, I&nbsp;R&nbsp;124\/04, DRsp Nr.&nbsp;2006\/21107.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn49\" class=\"b-footnote\">So wiedergegeben im Entscheid BFH, 3.5.2006, I&nbsp;R&nbsp;124\/04,\nDRsp Nr.&nbsp;2006\/21107,\nZiff.&nbsp;I.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn50\" class=\"b-footnote\">Interessant ist auch der Hinweis von Danon, (Fn.&nbsp;47), 302, auf einen\nEntscheid der italienischen Steuerbe&shy;h&ouml;rden, wonach die Hinzurechnung trotz h&ouml;herer\nBesteuerung greift, wenn die Festsetzung der Steuer nicht nach objektiven\nKriterien erfolgt.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn51\" class=\"b-footnote\">Vgl. Art.&nbsp;7 ATAD.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn52\" class=\"b-footnote\">Dies ist auch eine der Empfehlungen der OECD im Rahmen von\nBEPS-Aktionspunkt&nbsp;3\n(vgl. insb. OECD\/G20,\nDesigning Effective Controlled Foreign Company Rules, Action&nbsp;3: 2015\nFinal Report, Rz.&nbsp;69). Allerdings kann im Rahmen dieser\nAbhandlung offenbleiben, welche Staaten ein anderes Vorgehen w&auml;hlen,\num festzustellen, ob eine Niedrigbesteuerung vorliegt. D.&#8239;h.,\nwelche Staaten bspw. auf das Recht im Ans&auml;ssigkeitsstaat der Tochtergesellschaft abstellen oder\neinen internationalen Rechnungslegungsstandard beiziehen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn53\" class=\"b-footnote\">Bundesgesetz vom 7.7.1988 &uuml;ber die Besteuerung des Einkommens von K&ouml;rperschaften\n(K&ouml;rperschaftsteuergesetz\n1988, KStG 1988), in der Fassung vom 11.2.2020.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"fn54\" class=\"b-footnote\">Vgl. BGer&nbsp;2C_645\/2011 vom 12.3.2012;\nBGer&nbsp;2C_842\/2013 vom 18.2.2014. Im Ergebnis verlangt das Bundes&shy;gericht\neine Symmetrie zwischen Verlustverrechnung und Nichtaufdeckung stiller Reserven\nbeim Statuswechsel, sodass eine Verlustverrechnung beim Statuswechsel\n(zumindest im Umfang der Auslandsquote) nicht m&ouml;glich ist, wenn der Kanton die\nAufdeckung der stillen Reserven erm&ouml;glicht und vice versa. Auf die\nBesonderheiten der STAF-Vorlage soll an dieser Stelle nicht eingegangen werden.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andrea Opel und Peter Hongler untersuchen in ihrem Beitrag, ob und inwieweit flexible Gewinnsteuers\u00e4tze ein Mittel darstellen k\u00f6nnen, ausl\u00e4ndische Steueranspr\u00fcche abzuwehren.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"authors":[{"ID":12,"display_name":"Andrea Opel","first_name":"Andrea","last_name":"Opel","description":"<p>Prof. Dr. iur., Ordinaria f\u00fcr Steuerrecht an der Universit\u00e4t Luzern, Chefredaktorin der Steuer Revue<\/p>\n","image":"https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/opel_andrea_rgb-1-220x220.jpg","organiser_data":[],"url":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/autoren\/andrea-opel\/"},{"ID":353,"display_name":"Peter Hongler","first_name":"Peter","last_name":"Hongler","description":"<p>Prof. Dr. iur., Professor f\u00fcr Steuerrecht an der Universit\u00e4t St. Gallen, Direktor am Institut f\u00fcr Law and Economics (ILE-HSG)<\/p>\n","image":"https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/peter_hongler-220x220.jpg","organiser_data":[],"url":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/autoren\/peter-hongler\/"}],"related_sht_promodule":["<a href=\"https:\/\/steuerportal.ch\/fachmodule\/steuerrevue\/abhandlungen\/\">Steuer Revue &#8594; Abhandlungen<\/a>"],"pdf":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/shtpdf\/","language":"de"},"sht_proarticle_category":[17],"sht_proarticle_tag":[],"class_list":["post-3091","sht_proarticle","type-sht_proarticle","status-publish","hentry","sht_proarticle_category-abhandlungen"],"acf":{"authors":[12,353]},"shp_steuerportal_must_use":{"translations":[{"id":3091,"link":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/","title":{"rendered":"Flexible Gewinnsteuers\u00e4tze"},"language":"de"}]},"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Flexible Gewinnsteuers\u00e4tze &#8226; steuerportal.ch<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"fr_FR\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Flexible Gewinnsteuers\u00e4tze &#8226; steuerportal.ch\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Andrea Opel und Peter Hongler untersuchen in ihrem Beitrag, ob und inwieweit flexible Gewinnsteuers\u00e4tze ein Mittel darstellen k\u00f6nnen, ausl\u00e4ndische Steueranspr\u00fcche abzuwehren.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"steuerportal.ch\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2020-04-02T00:11:17+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_1-1024x453.png\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Dur\u00e9e de lecture estim\u00e9e\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"29 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/articles-specialises\\\/flexible-gewinnsteuersaetze\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/articles-specialises\\\/flexible-gewinnsteuersaetze\\\/\",\"name\":\"Flexible Gewinnsteuers\u00e4tze &#8226; steuerportal.ch\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/articles-specialises\\\/flexible-gewinnsteuersaetze\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/articles-specialises\\\/flexible-gewinnsteuersaetze\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2020\\\/03\\\/Opel_1-1024x453.png\",\"datePublished\":\"2020-04-01T10:15:18+00:00\",\"dateModified\":\"2020-04-02T00:11:17+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/articles-specialises\\\/flexible-gewinnsteuersaetze\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"fr-FR\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/articles-specialises\\\/flexible-gewinnsteuersaetze\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"fr-FR\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/articles-specialises\\\/flexible-gewinnsteuersaetze\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2020\\\/03\\\/Opel_1-1024x453.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2020\\\/03\\\/Opel_1-1024x453.png\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/articles-specialises\\\/flexible-gewinnsteuersaetze\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Page d'accueil\",\"item\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Fachartikel\",\"item\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/articles-specialises\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Flexible Gewinnsteuers\u00e4tze\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/\",\"name\":\"steuerportal.ch\",\"description\":\"Le portail suisse sp\u00e9cialis\u00e9 dans le domaine des imp\u00f4ts\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"fr-FR\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/#organization\",\"name\":\"Steuerportal (Cosmos Verlag)\",\"url\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"fr-FR\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/06\\\/cosmos_c-strich_h_positiv_bunt.svg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/06\\\/cosmos_c-strich_h_positiv_bunt.svg\",\"width\":191,\"height\":44,\"caption\":\"Steuerportal (Cosmos Verlag)\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/steuerportal.ch\\\/fr\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"}}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Flexible Gewinnsteuers\u00e4tze &#8226; steuerportal.ch","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/","og_locale":"fr_FR","og_type":"article","og_title":"Flexible Gewinnsteuers\u00e4tze &#8226; steuerportal.ch","og_description":"Andrea Opel und Peter Hongler untersuchen in ihrem Beitrag, ob und inwieweit flexible Gewinnsteuers\u00e4tze ein Mittel darstellen k\u00f6nnen, ausl\u00e4ndische Steueranspr\u00fcche abzuwehren.","og_url":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/","og_site_name":"steuerportal.ch","article_modified_time":"2020-04-02T00:11:17+00:00","og_image":[{"url":"https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_1-1024x453.png","type":"","width":"","height":""}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Dur\u00e9e de lecture estim\u00e9e":"29 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/","url":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/","name":"Flexible Gewinnsteuers\u00e4tze &#8226; steuerportal.ch","isPartOf":{"@id":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_1-1024x453.png","datePublished":"2020-04-01T10:15:18+00:00","dateModified":"2020-04-02T00:11:17+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/#breadcrumb"},"inLanguage":"fr-FR","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"fr-FR","@id":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/#primaryimage","url":"https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_1-1024x453.png","contentUrl":"https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Opel_1-1024x453.png"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/flexible-gewinnsteuersaetze\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Page d'accueil","item":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Fachartikel","item":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/articles-specialises\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Flexible Gewinnsteuers\u00e4tze"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/#website","url":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/","name":"steuerportal.ch","description":"Le portail suisse sp\u00e9cialis\u00e9 dans le domaine des imp\u00f4ts","publisher":{"@id":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"fr-FR"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/#organization","name":"Steuerportal (Cosmos Verlag)","url":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"fr-FR","@id":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/cosmos_c-strich_h_positiv_bunt.svg","contentUrl":"https:\/\/steuerportal.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/cosmos_c-strich_h_positiv_bunt.svg","width":191,"height":44,"caption":"Steuerportal (Cosmos Verlag)"},"image":{"@id":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/#\/schema\/logo\/image\/"}}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/sht_proarticle\/3091","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/sht_proarticle"}],"about":[{"href":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/sht_proarticle"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/sht_proarticle\/3091\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3131,"href":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/sht_proarticle\/3091\/revisions\/3131"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/353"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3091"}],"wp:term":[{"taxonomy":"sht_proarticle_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/sht_proarticle_category?post=3091"},{"taxonomy":"sht_proarticle_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/steuerportal.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/sht_proarticle_tag?post=3091"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}