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Sei un tifoso, Samuele Vorpe?

Samuele Vorpe beantwortet im Rendez-vous unsere – nicht unbedingt fachspezifischen – Fragen.

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Sei un tifoso, Samuele Vorpe?
Ausgabe
Seite(n)
862 - 864

Name: Prof. Dr. Samuele Vorpe

Beruf/Position: Leiter des Centro competenze tributarie der SUPSI (Kompetenzzentrum Steuern der SUPSI), of Counsel in einer Anwaltskanzlei in Lugano

Familie: verheiratet, vier Kinder (Kilian, Liam, Kaila und Jordan)

Hobbys: Tennis und Fiorentina

Sie haben einen ungewöhnlichen Werdegang. Zum Steuerrecht haben Sie erst auf dem zweiten Bildungsweg gefunden. Erklären Sie, wie es dazu gekommen ist?

Das Leben ist voller Überraschungen und oft bahnt man sich einen Weg aus der Ferne, ohne ihn von Anfang an geplant zu haben. Als ich 15 Jahre alt war, entschied ich mich für eine Lehre als Vermessungszeichner (heute Geomatiker), weil ich mich sehr für Topografie und Kartografie interessierte. Die Idee war, später Ingenieur zu werden.

Nach der Lehre und einem Jahr Arbeit schlug ich eine militärische Laufbahn ein und wurde Quartiermeister. Während dieser Zeit entwickelte ich neue Interessen, vor allem in den Bereichen Buchhaltung und Logistik. So beschloss ich, mich an der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI) für den Bachelor of Business Administration einzuschreiben. In meinem letzten Studienjahr hatte ich das Glück, Prof. Dr. Marco Bernasconi kennen zu lernen, der mich mit seiner Leidenschaft für das Steuerrecht ansteckte. Von da an vertiefte ich meine Kenntnisse im Steuerrecht und hatte die Möglichkeit, als Assistent von Prof. Bernasconi zu arbeiten. Nachdem ich an der SUPSI einen Master of Advanced Studies in Tax Law erworben hatte, entschloss ich mich einige Jahre später, parallel zu meiner Tätigkeit als Leiter des Kompetenzzentrums Steuern der SUPSI weiter zu studieren und erwarb an der Universität Luzern den Bachelor und anschliessend den Master of Law und promovierte an der Universität Ferrara mit einer Doktorarbeit über die Besteuerung nach dem Aufwand. Das Sprichwort, dass die Wege des Herrn verschlungen sind, ist wahr!

Leben Sie für das Steuerrecht?

Ich würde sagen, ja. Selbst im Urlaub kann ich nur schwer abschalten. Das liegt auch daran, dass es mehr als nur ein Job ist, wenn man jeden Tag das tun kann, was man liebt.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Ich glaube, dass es im Leben immer etwas Neues zu lernen gibt, auch wenn man nicht immer diesen Eindruck hat. So kann ich meine Leidenschaft für das Steuerrecht weiter pflegen. Dabei versuche ich, immer ich selbst zu bleiben und die Bescheidenheit zu bewahren, die mir Prof. Dr. Marco Bernasconi beigebracht hat.

Wer oder was ist Ihre Muse?

Sicherlich meine vier Kinder und meine Frau. Es ist schön, den Alltag mit ihnen zu teilen. Leider stelle ich fest, dass die Kinder viel zu schnell erwachsen werden. Sic!

Welche drei Stichworte beschreiben Ihren Alltag?

Spass, Leidenschaft, Seriosität.

Was bringt Sie auf die Palme?

Wenn Aufgaben oberflächlich und ohne Engagement erledigt werden; das zeugt von wenig Respekt gegenüber anderen Menschen.

Haben Sie ein (Lebens-)Ziel?

Ich verhehle nicht, dass es nach wie vor mein Traum ist, einen Kommentar zum Steuerrecht des Kantons Tessin zu verfassen und zu veröffentlichen. Bis heute fehlt es an Publikationen in italienischer Sprache.

Haben Sie auch mal die Nase voll von Ihrer momentanen Tätigkeit?

Nein, aber ich brauche oft neue Herausforderungen, um nicht die Motivation zu verlieren. Bis vor kurzem habe ich mich in neue Studienrichtungen vertieft. Jetzt arbeite ich als of Counsel in einer Anwaltskanzlei in Lugano. Diese Tätigkeit ermöglicht es mir, mich weiter in Steuerfragen zu vertiefen, allerdings aus einer konkreteren Perspektive.

Wenn Ihr Leben verfilmt würde, welcher Schauspieler bekäme die Hauptrolle?

Ich bin ein sehr nachdenklicher Mensch und in mancher Hinsicht auch introvertiert. Deshalb mochte ich schon immer die extrovertierten und lustigen Filme von Paolo Villaggio (Fantozzi) und Jerry Calà (Professione vacanze), weil sie auch nach mehrmaligem Sehen noch lustig sind.

Wen möchten Sie unbedingt auf ein Feierabendbier treffen?

Nach der Arbeit muss ich nach Hause. Vier Kinder sind anstrengend und die Eltern müssen da sein. Wenn sie erwachsen sind, warum nicht? Ich würde gerne… mit meinen Kindern etwas trinken gehen.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?

Ich bin ein Träumer, aber es fällt mir schwer, mir etwas zu wünschen, weil die Gefahr besteht, enttäuscht zu werden, wenn es nicht in Erfüllung geht. Aber dem Spiel zuliebe würde ich sagen: Ambrì Piotta als Schweizer Hockeymeister, Fiorentina als italienischer Fussballmeister und … die Beibehaltung der Familienbesteuerung in der Schweiz trotz des Drucks, zur Individualbesteuerung überzugehen.

Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen (nicht mehr als drei Dinge)?

Ein Computer, eine Internetverbindung, ein kaltes Bier und … meine Frau.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Im Moment lese ich nichts. Aber ich habe eine Schwäche für den Schriftsteller Alessandro Baricco.

Gibt es etwas, das Sie extrem nervt im Steuerbereich?

Der internationale Druck, der die Schweiz zwingt, ihr innerstaatliches Recht zu ändern, ärgert mich manchmal wirklich. Umso mehr, wenn dieser Druck von den USA ausgeht.

Haben Sie Vorbilder?

Klar! Nur eines, aber der ist ein echtes Vollblut: Prof. Dr. Marco Bernasconi.

Waren Sie gut in der Schule?

Ich würde sagen, dass ich in meiner Jugend mehr Tiefen als Höhen hatte, aber ich habe mit der Zeit aufgeholt. Wird man mit dem Alter nicht besser?

Glauben Sie an eine höhere Macht?

Ich glaube, dass der Verstand uns in Zeiten der Not oder der Angst dazu bringt, nach Hoffnung zu suchen und somit sicherlich an etwas zu glauben…

Wem würden Sie diese Fragen auch gerne stellen?

Das ist Ihre Aufgabe, nicht meine!

Welchen Rat würden Sie Ihrem jüngeren Selbst geben?

Das Leben und die Jugend geniessen. Das sind die besten Zeiten und leider gehen sie viel zu schnell vorbei!

Haben Sie schon einmal so richtig Glück gehabt? Was ist passiert?

Als mir Prof. Dr. Marco Bernasconi anbot, sein Assistent zu werden. Ich ging nämlich mit meinem Hund spazieren, als ich an einer Dorfbar vorbeikam und ihn und seine Frau traf. Nach dieser zufälligen Begegnung brachte ich den Hund nach Hause und ging zurück in die Bar, um mit dem Professor zu sprechen. Was für ein Glücksfall!

Man hört, dass Sie kein Spiel des AC Florenz auslassen. Was macht Fussball für Sie aus?

Mehr als Fussball an sich würde ich sagen, Fiorentina. Es ist eine Leidenschaft, die von Herzen kommt und die ich seit meiner Kindheit kultiviert habe. Heute habe ich die Möglichkeit, sie mit meinem ältesten Sohn Kilian zu teilen, der 15 Jahre alt ist. Wann immer wir die Möglichkeit haben, sind wir in Florenz in der Curva Fiesole oder auch auswärts mit dabei – und immer mit glühender Begeisterung. Das ist auch eine Möglichkeit, die Batterien wieder aufzuladen und über andere Dinge nachzudenken. Die Fiorentina ist die Art von Leidenschaft, die es mir erlaubt, für eine Weile eine Pause von meinem Beruf zu machen. Also: «Forza Viola, per sempre!»

Italienische Übersetzung / Traduzione italiana

Lei ha avuto una carriera insolita, in quanto ha trovato la strada del diritto tributario solo in un secondo percorso formativo. Ci può spiegare come è nata questa scelta?

Guardi, la vita è proprio piena di sorprese e spesso si costruisce un percorso partendo da lontano senza che sia stato programmato all’inizio. A 15 anni, ho deciso di svolgere l’apprendistato di disegnatore catastale (oggi geomatico) poiché mi interessavo molto alla topografia e alla cartografia. L’idea era quella di diventare in futuro un ingegnere. Poi, superato l’apprendistato e un anno di lavoro, ho continuato con la carriera militare per diventare ufficiale quartiermastro. Durante questa esperienza ho maturato nuovi interessi, soprattutto nella contabilità e nella logistica. Per cui ho deciso di iscriversi ad un bachelor di Economia aziendale alla SUPSI. All’ultimo anno, nel corso degli approfondimenti di diritto tributario, ho avuto la grande fortuna di incontrare il prof. dr. Marco Bernasconi che mi ha trasmesso la passione per il diritto tributario. Da lì in avanti, ho consolidato le mie conoscenze fiscali, avendo anche la possibilità di essere assistente del prof. dr. Bernasconi. Dopo aver conseguito il Master of Advanced Studies in Tax Law alla SUPSI, anni dopo ho scelto di continuare gli studi, parallelamente alla professione di responsabile del Centro competenze tributarie della SUPSI, conseguendo prima il Bachelor e poi il Master of Law all’Università di Lucerna e un Ph.D. all’università di Ferrara con un lavoro di dottorato sull’imposizione secondo il dispendio. Vale proprio il detto che le vie del signore sono infinite!

Lei vive per il diritto tributario?

Direi proprio di sì. Faccio fatica a staccare anche durante le vacanze. Anche perché più che un lavoro è un divertimento poter quotidianamente svolgere la professione che si ama.

Ha un motto nella vita?

Ritengo che nella vita ci sia sempre da qualcosa di nuovo da imparare, anche quando si crede il contrario. Ed è questo che mi permette di continuare a coltivare la passione per il diritto fiscale. Poi cerco di essere sempre me stesso e mantenere quell’umiltà che mi ha insegnato il prof. dr. Marco Bernasconi.

Chi o cosa è la sua musa?

Sicuramente i miei quattro figli, oltre a mia moglie. È piacevole poter condividere la quotidianità con loro. Purtroppo, noto che i figli crescono troppo in fretta. Sic!

Quali sono le tre parole chiave che descrivono la sua vita quotidiana?

Divertimento, passione, serietà.

Cosa la fa andare su tutte le furie?

Svolgere un compito con superficialità e poco impegno perché è segno di poco rispetto verso altre persone.

Qual è l’obiettivo dei suoi sogni?

Non nascondo che il mio sogno resta quello di curare e pubblicare un commentario della Legge tributaria del Canton Ticino. Ad oggi mancano le pubblicazioni in italiano.

Si è mai stufato/a del suo attuale lavoro?

No, però ho spesso bisogno di nuove sfide per non perdere la motivazione. Fino a poco tempo fa mi immergevo in nuovi percorsi di studio. Ora svolgo l’attività di of counsel presso uno studio legale di Lugano. Questa attività mi permette di approfondire ulteriormente la materia fiscale, ma in una prospettiva più concreta.

Se la sua vita fosse un film, quale attore avrebbe il ruolo principale?

Sono una persona molto riflessiva e per certi aspetti anche introversa. Per questo mi sono sempre piaciuti i film estroversi e divertenti di Paolo Villaggio (Fantozzi) e di Jerry Calà (Professione vacanze), perché fanno ridere, anche dopo averli visti e rivisti più volte.

Chi le piacerebbe incontrare per bere qualcosa dopo il lavoro?

Dopo il lavoro devo tornare a casa. Quattro figli sono impegnativi e i genitori devono essere presenti. Quando saranno cresciuti, perché no, mi piacerebbe andare a bere qualche cosa con … i miei figli, ovviamente.

Se potesse esprimere tre desideri, quali sarebbero?

Sono un sognatore, ma fatico ad esprimere dei desideri, perché c’è il rischio di restare delusi se questi non si realizzassero. Ma visto che è un gioco direi: Ambrì Piotta campione svizzero di hockey, Fiorentina campione italiana di calcio e …riuscire a mantenere l’imposizione della famiglia in Svizzera nonostante le pressioni per passare al sistema di imposizione individuale.

Cosa porterebbe con lei su un’isola deserta (massimo tre cose)?

Un computer, un collegamento internet, una birra fresca e… mia moglie.

Quale libro sta leggendo attualmente?

Al momento non sto leggendo nulla. Ma comunque ho un debole per lo scrittore Alessandro Baricco.

C’è qualcosa che le dà estremamente fastidio in ambito fiscale?

Le pressioni internazionali che obbligano la Svizzera a modificare il proprio diritto interno, a volte, mi danno davvero fastidio. A maggior ragione se queste pressioni provengono dagli Stati Uniti d’America.

Ha uno o più modelli di riferimento?

Beh, ovviamente. Uno solo, ma è un vero purosangue: il prof. dr. Marco Bernasconi.

Era bravo a scuola?

Direi che in adolescenza ho avuto più bassi che alti, ma ho recuperato con il passare del tempo. Del resto non si migliora invecchiando?

Crede in un potere superiore?

Credo che nei momenti del bisogno o di paura, la mente ci porti a ricercare una speranza e quindi sicuramente a credere in qualche cosa…

A chi rivolgerebbe volentieri queste domande?

Questo è il vostro lavoro, non il mio!

Quale consiglio darebbe a chi è più giovane?

Di godersi la vita e la gioventù. Sono i momenti migliori e purtroppo passano troppo velocemente!

È mai stato molto fortunato? In quale occasione?

Quando il prof. dr. Marco Bernasconi mi ha proposto di diventare suo assistente. Vede, mi trovavo a passeggiare con il mio cane, quando passo davanti ad un bar di paese e incontro lui e sua moglie. Dopo questo incontro occasionale, ho portato a casa il cane e sono ritornato al bar a parlare con il professore. Che colpo di fortuna!

Si dice che lei non si perde mai una partita dell’AC Fiorentina. Cosa significa per lei il calcio?

Più che il calcio, la Fiorentina direi. È una passione che nasce dal cuore e che coltivo fin dall’infanzia e che oggi ho la possibilità di condividerla con il mio primogenito Kilian, che ha 15 anni. Se ne abbiamo la possibilità la seguiamo a Firenze in Curva Fiesole o in trasferta, e sempre insieme al tifo più caloroso. È un modo anche per ricaricare le batterie e pensare ad altro. La Fiorentina è quel tipo di passione che mi permette di staccare per un po’ di tempo dalla professione. Dunque: Forza Viola, per sempre!