Zum Inhalt springen

Steuer Revue

Fachartikel aus der Ausgabe 11/2017

99%-Initiative

Liebe Leserinnen und Leser Die Juso wollen mit der Initiative «Löhne entlasten, Kapital gerecht besteuern» oder kurz «99%-Initiative» Kapitaleinkommen ab einem Freibetrag 1,5-mal so hoch besteuern wie Arbeitseinkommen. Ein im Gesetz festzulegender Freibetrag soll verhindern, dass Kleinsparer entlastet werden. Die Juso selbst nennen als Schwelle einen Betrag von CHF 100 000.–. Die Juso wollen die zusätzlichen Steuereinnahmen auch gleich wieder verteilen. Laut dem vorgeschlagenen…
mehr lesen

1e-Pläne in der 2. Säule – Wahl der Anlagestrategie – Bundesrat regelt Rahmenbedingungen

Der Bundesrat hat die Ergänzungen der BVV 21 veröffentlicht, welche die Rahmenbedingungen im Bereich der sogenannten «1e-Pläne» konkretisieren. In diesem Rahmen hat er auch Bestimmungen zu einkommenssteuerrechtlich relevanten Parametern in die Verordnung aufgenommen. 1 Einleitung Im Rahmen der 1. BVG2 Revision wurde ein BVG-Zweckartikel geschaffen, welcher seit dem 1. Januar 2006 in Kraft ist. Derselbe gibt dem Bundesrat die Kompetenz, die Grundsätze der Angemessenheit, der…
mehr lesen

Auswirkungen des automatischen Informationsaustausches (AIA) auf Selbstanzeigen

Kritische Stellungnahme zur Haltung der ESTV Am 15. September 2017 hat die ESTV ihre Haltung in Bezug auf die Auswirkungen des AIA auf (straflose) Selbstanzeigen publiziert1. Gemäss Ansicht der ESTV soll die Steuerverwaltung spätestens ab dem 30. September 2018 von den dem AIA unterliegenden Steuerfaktoren Kenntnis haben, so dass spätestens ab diesem Zeitpunkt für diese Steuerfaktoren keine straflose Selbstanzeige mehr möglich sein soll. Diese absolute Datums-Guillotine ist gleich aus zwei…
mehr lesen

Liechtenstein:Elysium für Krypto und Blockchain basierte Unternehmen?

Eine steuerrechtliche Analyse In den letzten Monaten hat sich das Fürstentum Liechtenstein zu einem Hotspot für Krypto und Blockchain basierte Unternehmen entwickelt. Massgeblich hierfür sind einerseits die regulatorischen Rahmenbedingungen sowie das attraktive Steuersystem in Liechtenstein. I Fragestellungen Der folgende Beitrag konzentriert sich ausschliesslich auf die steuerlichen Rahmenbedingungen im Fürstentum Liechtenstein. Die Beratungspraxis zeigt zudem, dass sich die Gründer von…
mehr lesen

Von der abgaberechtlichen Legitimation staatlicher Einnahmeerzielung

Überlegungen und kritische Bemerkungen zum bundesgerichtlichen Verständnis des Äquivalenzprinzips im Lichte des (eigentlich) fehlenden Fiskalzwecks bei Kausalabgaben An sich stellen Gebühren bzw. Kausalabgaben ein dem Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip unterliegendes Entgelt für eine staatliche Leistung dar, während Steuern die Beschaffung der für seine Aufgabenerfüllung notwendigen Finanzmittel durch den Staat bezwecken. Dieser Rechtssystematik widerspricht es, wenn das…
mehr lesen

Blickpunkt Deutschland

I Neue AStG-Rechtsprechung des BFH – klar oder kontrovers? Nach § 6 des Aussensteuergesetzes (AStG) werden für alle Sachverhalte, bei denen eine natürliche Person ihre unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland durch Wegzug beendet oder das Besteuerungsrecht Deutschlands hinsichtlich der Besteuerung des Wertzuwachses an Anteilen von Kapitalgesellschaften anderweitig einschränkt wird, ein steuerlicher Veräusserungsvorgang unter Massgabe des § 17 Einkommensteuergesetz (EStG)…
mehr lesen

Blickpunkt Bundeshaus 4-2017

Herbstsession 2017 der eidgenössischen Räte: Der Nationalrat stimmt einer Ausdehnung des AIA-Netzes zu. Die Beratung über die Volksinitiative «Ja zum Schutz der Privatsphäre» geht in die Verlängerung. Und auf die geplante Revision des Steuerstrafrechts soll definitiv verzichtet werden.
mehr lesen

Entscheidübersicht 2017–5

Redaktionsschluss: 09.10.2017Gliederung: Sachgebiete (Rechtsprechung Steuer Revue) 2 Steuerpflicht 2.2 Interkantonal Interkantonale Steuerausscheidung; Erbschaftssteuer; (LU) Falls der erbschaftssteuerrechtliche Nachlass neben beweglichem auch unbewegliches Vermögen umfasst, das in einem andern als dem letzten Wohnsitzkanton des Erblassers liegt, können beide bzw. alle Kantone den jeweiligen Teil jedes Erbteils oder jedes Vermächtnisses besteuern. Massgebend ist dabei die Quote,…
mehr lesen

Personengesellschaft; Qualifizierung eines Vermögenswertes (DBG; StHG; GL)

Der Steuerpflichtige ist vorliegend gestützt auf Art. 89 Abs. 1 BGG zur Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten legitimiert, obwohl die Qualifikation der im Streit liegenden Forderungen als Privatvermögen oder Geschäftsvermögen keinen unmittelbaren Einfluss auf die Steuerfaktoren hat. Es geht jedoch um die Frage, ob die Forderungen ins Vermögen des Steuerpflichtigen selber oder in dasjenige der X. gehören. Für den Beschwerdeführer ist es daher von Relevanz zu wissen, was…
mehr lesen

Liquidationsgewinnbesteuerung (DBG; AG)

Im Jahr 2011 gab der damals mehr als 55-jährige Steuerpflichtige, der als selbstständig erwerbender Landwirt tätig war, seine Erwerbstätigkeit auf. Die Berücksichtigung eines fiktiven Einkaufs im Sinne von Art. 37b Abs. 1 Satz 3 DBG ist vorliegend nicht möglich. Auf diesen wäre der Steuersatz anwendbar gewesen, der einem Fünftel des Tarifs nach Art. 36 DBG entspricht. Mangels eines fiktiven Einkaufs hat der gesamte Liquidationsgewinn als «Restbetrag der realisierten stillen Reserven»…
mehr lesen

Unterhaltskostenabzug; Qualifikation von Grundstücken als PV oder GV (DBG; StHG; SZ)

Eine Qualifikation als selbstständiger Liegenschaftshändler führt nicht automatisch dazu, dass sämtliche von ihm gehaltenen Liegenschaften automatisch seinem Geschäftsvermögen zugehörig wären. Vielmehr muss diese Zuordnung für jede Immobilie einzeln geprüft werden. Anwendung der Qualifikationskriterien im konkreten Fall. Bundesgerichtsurteil vom 13. April 2017 (2C_784/2016, 2C_785/2016) Sachverhalt: A. A.A. und B.A. waren während der Steuerperiode 2008 Eigentümer von verschiedenen…
mehr lesen

Pension alimentaire ; prestation en capital aux fins d’entretien (LIFD ; LHID ; GE)

Entrent dans la notion de contributions d’entretien au sens des art. 23 let. f et 33 al. 1 let. c LIFD, les contributions d’entretien et de soutien versées de manière régulière ou irrégulière aux fins de couvrir les besoins courants qui n’ont pas pour effet une augmentation de fortune du bénéficiaire. Tel n’est pas le cas des prestations en capital quand bien même elles provoquent une augmentation de la fortune et seraient utilisées ultérieurement à des fins d’entretien.…
mehr lesen