Abhandlungen
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Ausrichtung von Transaktionsboni
Anders als herkömmliche Boni werden Transaktionsboni explizit anlässlich des erfolgreichen Verkaufs eines Unternehmens ausgerichtet. Dabei sind verschiedene Konstellationen und unterschiedliche vertragliche Ausgestaltungen denkbar. Mit Fokus auf «Share Deals» analysieren Zitter/Kempf Praxisfälle unter steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Gesichtspunkten.
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Umfrage zur Steuerbefreiungspraxis
Mit der Anerkennung einer angemessenen Vergütung für Stiftungsräte und der Gleichstellung von Förderaktivitäten im In- und im Ausland bei steuerbefreiten Stiftungen hat die Neuausrichtung der Steuerbefreiungspraxis des Kantons Zürich eine Kettenreaktion ausgelöst. Andrea Opel präsentiert die Ergebnisse einer Umfrage bei den kantonalen Steuerbehörden zur Gewährung von Steuerbefreiungen.
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Kunst und Wert
Kunstwerke sind einzigartig und unvergleichlich – daher wirft ihre Bewertung (gerade auch für Steuerzwecke) komplexe Fragen auf. Joseph Merhai zeigt Ansätze zur quantitativen wissenschaftlichen Bewertung von Kunst auf und liefert unter Berücksichtigung objektiver Methoden konkrete Instrumente zur Bestimmung des Wertes eines Kunstwerks in einem rechtlichen Rahmen.
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Schwankungsreserven nach Art. 960b OR
Handelsrechtlich gebildete Schwankungsreserven galten im Rahmen der üblichen Kursschwankungen als geschäftsmässig begründet, bis das Bundesgericht diese Praxis im Februar offiziell verworfen hat. Vor diesem Hintergrund rollen Duss/Engstler die Frage nach der handels- und steuerbilanziellen Behandlung der Schwankungsreserve erneut auf und ordnen sie in das Steuerbilanzrecht ein.
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Vom Eigenmietwert zur Objektsteuer?
Die Eigenmietwertbesteuerung wird nur abgeschafft, wenn von Volk und Ständen Art. 127 Abs. 2bis E-BV angenommen wird, der den Kantonen das Recht einräumt, eine besondere Steuer auf überwiegend selbstgenutzten Zweitliegenschaften zu erheben. Hess präsentiert und analysiert die zentralen Änderungen und offenen Fragen im Zusammenhang mit der Abschaffung der Eigenmietwertbesteuerung.
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Zulässiger Diskont bei Wandeldarlehen
Die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für Wandeldarlehen sind in der Schweiz suboptimal. Nach bisheriger Praxis war der Diskont bei klassischen Wandeldarlehen nur dann verrechnungs- und einkommenssteuerfrei, wenn er nicht grösser als 20% war. Diese Schwelle wurde neu auf 33,33% angehoben. Oesterhelt diskutiert die neue Praxismitteilung der ESTV im Detail und arbeitet heraus, inwiefern diese weitere Probleme schafft.
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Unternehmensnachfolge bei Kapitalgesellschaften
Wenn Unternehmen zu Vorzugskonditionen an einen Nachfolger veräussert werden, kann dies beim Erwerber je nach dem Rechtsgrund, der hinter deren Gewährung steht, entweder die Einkommenssteuer oder die Schenkungssteuer auslösen – wobei die Schenkungssteuer im Gegensatz zur Einkommenssteuer kantonal nicht harmonisiert ist. Opel/Oesterhelt analysieren unterschiedliche Konstellationen bei Nachfolgeregelungen, auch im Hinblick auf unterschiedliche kantonale Praxen zur…
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Zustellungen an Wochenenden und Feiertagen
Die vom Bundesrat verabschiedete Botschaft zur Harmonisierung der Fristenberechnung soll insbesondere verhindern, dass Empfängern fristauslösender Mitteilungen durch deren Zustellung per gewöhnlicher Postsendung an Samstagen (anstatt per Einschreiben) rechtliche Nachteile erwachsen. Gassmann/Gassmann analysieren die Vorlage aus steuer(verfahrens)rechtlicher Sicht.
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Steueraspekte des Immobilien-Asset-Swaps
Immobilien-Asset-Swaps – bei denen Vorsorgeeinrichtungen Immobilien in ihrem Besitz gegen nennwertlose Ansprüche auf Anlagestiftungen übertragen – sind für Grundstückgewinnsteuerzwecke prinzipiell steuerneutral, sofern alle Immobilien übertragen werden; dennoch sind die Konstellationen einzelfallbezogen zu analysieren. Frey/Kehrle präsentieren die Ergebnisse einer schweizweiten Umfrage unter den Steuerämtern zu kantonalen Praxen und Besonderheiten.
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Risiken und Nebenwirkungen von Steuerdelikten
Ein Schuldspruch in einem Steuerstrafverfahren bedeutet neben der vorgesehenen Strafe unter bestimmten Umständen auch eine Eintragung ins Strafregister. Entlang den einschlägigen Bestimmungen des Bundesgesetzes über VOSTRA, den verschiedenen Steuergesetzen und dem Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht detailliert Daniel Holenstein die Voraussetzungen und den Gegenstand der Eintragung, die Zugangsrechte der Behörden und mögliche berufsrechtliche Konsequenzen.
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Übertragung von Landwirtschaftsbetrieben auf Kapitalgesellschaften
Das Führen eines Landwirtschaftsbetriebs in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft ist seit 2014 (nach einem bundesgerichtlichen Leitentscheid) zivilrechtlich zulässig. Da in das «Agrarsteuerrecht» indes auch das Agrarrecht hineinspielt, das dem Steuerrechtler nicht unbedingt geläufig ist, bergen solche Anwendungsfälle einige Tücken, die Olivier Margraf anhand praktischer Beispiele aufzeigt und erläutert.
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Das Element der Mitwirkung bei der indirekten Teilliquidation
Die Interpretationen der Tatbestandselemente der indirekten Teilliquidation hat sich seit deren Einführung gewandelt. Thomas M. Fisler und Stéphanie Toth zeichnen anhand parlamentarischer Diskussionen und wegweisender Urteile die Entwicklung des Mitwirkungskriteriums nach, wobei sie den Fokus auf die Frage legen, inwiefern die gegenwärtige Praxis den ursprünglichen Zielen des Gesetzgebers entspricht.