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Reform der Verrechnungssteuer – ein Projekt zur Unzeit?

Der Vorschlag des Bundesrates zu einer Reform der Verrechnungssteuer auf Zinsanlagen kommt auf den ersten Blick zu einem überraschenden Zeitpunkt. Angesichts des aktuellen Zinsniveaus geniesst die Steuersicherung in diesem Bereich derzeit eine untergeordnete Bedeutung. Treiber der Reform ist vielmehr das Anliegen der Schweizer Konzerne, ihre Anleihen aus der Schweiz heraus begeben zu können. Dies setzt voraus, dass namentlich institutionelle Anlegerinnen und Anleger von der Verrechnungssteuer befreit werden. Der Bundesrat will aber die Gelegenheit nutzen, um den Sicherungszweck der Steuer im Inland zu stärken. Diese erweist sich weiterhin als erforderlich, da das steuerliche Bankgeheimnis im Inland unverändert geblieben ist. Die Reform hätte positive Auswirkungen für Volkswirtschaft und Fiskus. Ihr Preis ist der erhöhte administrative Aufwand, der insbesondere Banken trifft. Die Vernehmlassung soll im 1. Quartal 2020 eröffnet werden

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